Feuerwehrmann Roland S.

An Feuerwehrmann

Tötungsfall in Augsburg: Drei Verdächtige stellen sich

Nach der erneut angeordneten Untersuchungshaft im Augsburger Tötungsfall haben sich drei der sechs Beschuldigten bei der Polizei gestellt.

Augsburg. Diese Zahl nannte die Staatsanwaltschaft am Montag. Die drei anderen wurden festgenommen. Nach dem tödlichen Faustschlag am Nikolaustag gegen einen 49 Jahre alten Feuerwehrmann waren sieben Jugendliche und junge Männer in U-Haft gekommen. Ein 17-Jähriger, der die deutsche, türkische und libanesische Staatsbürgerschaft hat, wird des Totschlags verdächtigt. Gegen die sechs anderen wird wegen Beihilfe ermittelt. Sie waren Anfang vergangener Woche wieder freigekommen. Am Freitag aber hatte das Oberlandesgericht (OLG) München die Entscheidung des Landgerichts Augsburg revidiert.



Das OLG bestätigte nach Angaben der Staatsanwaltschaft, "ausgehend vom derzeitigen Ermittlungsstand, sowohl den dringenden Verdacht der Beihilfe zum Totschlag als auch der gefährlichen Körperverletzung sowie die Haftgründe der Flucht- und der Verdunkelungsgefahr und der Schwere der Tat". Weiter ermittelt würden die Umstände, "die mit dem konkreten Tatgeschehen, aber auch mit dem Vor- und Nachtatverhalten der Beschuldigten und der Gruppenstruktur zusammenhängen".

Laufend werde geprüft, ob sich der Tatverdacht erhärtet oder ob er entkräftet wird, so die Staatsanwaltschaft. Das könne sich auch nur auf einzelne Beschuldigte beziehen. "Um diese Untersuchungen nicht zu beeinträchtigen, können derzeit keine Einzelheiten zu den Ermittlungsergebnissen mitgeteilt werden", hieß es weiter.
 
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