Überwachungskameras zeichneten den Moment auf, in dem der Täter hinter einem Auto hervorkam, Voronich angriff und anschließend mit der Waffe in der Hand vom Tatort floh.
Ukraine. Am Donnerstag wurde in einem belebten Stadtteil von Kiew (Holosiivskyi) ein ranghoher Offizier des ukrainischen Sicherheitsdienstes SBU, Oberst Ivan Voronich, auf offener Straße erschossen, wie mehrere Medien berichten. Laut einem Bericht der "Ukrajinska Prawda" ereignete sich die Tat gegen 9 Uhr morgens, als ein maskierter Täter aus dem Hinterhalt hervorsprang und auf den 50-jährigen Offizier mit einer schallgedämpften Pistole aus nächster Nähe fünfmal geschossen hat.
Überwachungskameras zeichneten den Moment auf, in dem der Täter hinter einem Auto hervorkam, Voronich angriff und anschließend mit der Waffe in der Hand vom Tatort floh. Zuvor soll der Attentäter dem bereits am Boden liegenden Opfer einen gezielten Kopfschuss verpasst haben. Oberst Voronich starb noch am Tatort an seinen Verletzungen.
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Hochrangiger SBU-Mitarbeiter
Voronich war ein hochrangiger Mitarbeiter im Zentrum für Spezialoperationen des SBU. Seine Ermordung wird von ukrainischen Medien und früheren Kollegen als gezielter Angriff eines feindlichen Saboteurs gewertet. Der frühere SBU-Offizier Roman Tschervinsky schrieb laut "Daily Mail" in sozialen Netzwerken, Voronich sei persönlich für Operationen verantwortlich gewesen, die den russischen Streitkräften erhebliche Probleme bereiteten.
Das SBU hat die Ermittlungen aufgenommen und erklärte, gemeinsam mit der Nationalpolizei umfassende Maßnahmen zu ergreifen, um die Hintergründe aufzuklären und die Täter zu fassen. Obwohl der SBU den Namen zunächst nicht offiziell bestätigte, wurde Voronich von mehreren Medien und ehemaligen Kollegen eindeutig als das Opfer identifiziert.
Die Identität und das Motiv des Täters sind bislang ungeklärt.