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Nach Zyklon

300 Tote bei Lagerschließung in Burma

Nach dem Zyklon in Burma schloss die Junta die ersten Flüchtlingslager. Drei Boote kennterten dabei, 300 Menschen mussten ertrinken.

Mehr als drei Wochen nachdem der verheerende Zyklon in Burma gewütet hat, hat die Militär-Junta damit begonnen, die Flüchtlingslager in den am stärksten betroffenen Gebieten zu schließen. Bei der Auflösung eines Lagers in Bogolay sollen nach Angaben der Kindernothilfe 300 Menschen ertrunken sein. Die Menschen waren vom Militär in drei Boote zusammengepfercht worden, die dann kenterten, hieß es in einer Aussendung am Dienstag.

Zu früh
Ähnliches wird auch aus anderen Städten berichtet. "Das ist definitiv zu früh und erschwert unnötig die Hilfsmaßnahmen", bewertete der Kindernothilfe-Koordinator Detlef Hiller die Situation. Mögliche Gründe für diese Aktionen sind die bevorstehende Volkszählung im Land, bei der die Menschen wieder in ihren Dörfern sein sollen, sowie die Angst der Junta vor Menschenansammlungen.

Kein sauberes Wasser
Die frühe Auflösung der Lager könnte die Situation für die internationalen Helfer, jetzt wo sie ins Land einreisen dürfen, zusätzlich erschweren. Natürlich seien die Lager immer nur eine Übergangslösung bis zur Rückkehr in die Heimat und zum Wiederaufbau, im Moment wären sie aber noch wichtige Anlaufstellen für die Helfer. Da es in den Dörfern weder sauberes Wasser noch Saatgut oder Aufbaumaterialien gebe, hätten die Menschen auch nichts, wohin sie zurückkehren könnten, so Hiller.

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