Polinnen wegen Oben-Ohne-Sonnenbad vor Gericht

Zu viele Reize

Polinnen wegen Oben-Ohne-Sonnenbad vor Gericht

Eine Polizeipatrouille entdeckte dei beiden jungen Frauen beim Sonnenbaden. Sie weigerten sich, sich anzuziehen und die Geldstrafe zu zahlen.

Zwei junge Polinnen sind nach einem Oben-ohne-Sonnenbad in dem tief katholischen Land vor Gericht gelandet. Die 26 und 28 Jahre alten Frauen hatten sich im Mai an einem Strand in ihrer Heimatstadt Stettin ohne Oberteil gesonnt und waren dabei von einer Polizeipatrouille entdeckt worden. Nachdem sich die Frauen geweigert hatten, ihre Bikini-Oberteile wieder anzuziehen, nahm die Polizei die beiden kurzerhand mit aufs Revier. Als die Frauen sich weigerten, eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 40 Euro wegen unschicklicher Zurschaustellung ihres Körpers zu zahlen, landeten sie schließlich vor Gericht.

Die Polinnen stritten vor Gericht jede Schuld ab. Es gebe kein ausdrückliches Verbot von Oben-ohne-Sonnenbädern, argumentierten sie. Zudem hätten sich andere Sonnenbadende nicht gestört gefühlt, sondern seien ihnen bei der Festnahme sogar noch zur Hilfe geeilt. Den Polinnen droht nun eine Strafe von bis zu 425 Euro. Das Gericht will sein Urteil am 7. November fällen.

Der Prozess gegen die zwei Polinnen, von denen eine bereits für ein Männermagazin posierte, hatte so großes Interesse ausgelöst, dass das Gericht eine erste Anhörung im September zunächst verschob. Zu viele Journalisten versuchten einen Platz in dem engen Gerichtssaal zu finden.

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