Treue Anhängerin

Sie steckt hinter Trumps Social-Media-Skandalen

In seiner zweiten Amtszeit sorgt US-Präsident Donald Trump während seiner nächtlichen Social-Media-Eskapaden für viele Diskussionen. Dabei postet er Memes, Beleidigungen oder auch Heiligenbilder. Nun wurde bekannt, wer hinter den Postings wirklich steckt.

Am vergangenen Montag postete Donald Trump zwischen 22:00 und 1:00 Uhr 55 Postings auf seiner eigenen Social-Media-Plattform "Truth Social". Dabei hatte er Botschaften für seine Unterstützer, verbreitete Verschwörungstheorien über die Wahl von 2020 und attackierte erneut Barack Obama.

Für Trump sind diese Tiraden nichts Neues. Laut "Wall Street Journal" hat der US-Präsident in seiner zweiten Amtszeit fast 9000 Posts abgesetzt, ein Großteil davon mitten in der Nacht. An 44 Tagen verfasste er zwischen 20:00 und 6:00 Uhr zwölf oder mehr Postings. An einigen Tagen veröffentlichte er sogar über 150. Im April hat Trump nur fünf Nächte ohne Posting verbracht.

34-Jährige sorgt für Skandal-Postings

Dafür ist Trump nicht alleine verantwortlich. Wie nun das "Wall Street Journal" berichtet, soll hinter einem Großteil der Postings Trumps persönliche Assistentin Natalie Harp stecken. Sie präsentiert dem US-Präsidenten reihenweise Postingsvorschläge und lädt diese mit seiner Zustimmung hoch.

natalie harp
© Getty Images

Oft beinhalten diese geteilten Beiträge aus dem MAGA-Lager oder KI-generierte Bilder. Die Rhetorik ist ähnlich Trump scharf. Seine Erfolge werden bejubelt und seine Kritiker angegriffen. Harp hat dabei einige der kontroversesten Beiträge erstellt, etwa das KI-Video über Obama oder jenes Bild, das Trump als Jesus-Figur zeigt.

Hört nur auf Trump

Harp ist 34 Jahre alt und länger Teil von Trumps Lager. Schon 2020 war sie Teil von Trumps Wahlkampagne-Team. Trotz der Niederlage und dem Sturm auf das Kapitol wich Harp nicht von Trumps Seite. Auf dem rechtsextremen Sender "One America News Network" verbreitete sie die Verschwörung der gestohlenen Wahl. 2024 kehrte die Frau zu seiner neuen Kampagne zurück.

Ihre Loyalität belohnte Trump mit einem Posten an seiner Seite. Sie wurde seine persönliche Assistentin. Nun sitzt Harp an einem Schreibtisch direkt vor dem Oval Office. Sie soll ständig einen Drucker bei sich tragen, so der "Stern". Damit kann sie bei Bedarf Vorschläge ausdrucken und ihm präsentieren.

Ihr Standing bei Trump sorgt im Weißen Haus bei einigen für Ärger. Laut "Wall Street Journal" sollen mehrere Mitarbeiter gefrustet wegen ihrer Postings sein. Harp würde sich nie mit dem Presse-Team, Beratern zur nationalen Sicherheit oder anderen Beamten austauschen. Harp soll betont haben, dass sie nur für Trump arbeiten und nur auf ihn hören würde.

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