Finnische Experten haben für das Todes-Drama der fünf italienischen Taucher eine neue Vermutung. Laut ihnen wurde eine tödliche Sichtungstäuschung zu ihrem Verhängnis.
Wie die "Daily Mail" berichtet, soll der Höhleneingang durch eine "Sandwandillusion" verdeckt worden sein. Damit konnten die Taucher diesen auf ihrem Rückweg in 60 Meter Tiefe nicht mehr erkennen.
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Die Verunglückten haben nur noch eine Abzweigung gesehen. Dabei hat diese Kammer keinen Ausgang und war eine Sackgasse. Vermutlich ging ihnen dort die Luft aus.
Leichen der Taucher wurde geborgen
Ökologie-Professorin Monica Montefalcone (51), ihre Tochter Giorgia Sommacal (22), Wissenschaftlerin Muriel Oddenino (31), Absolvent Federico Gualtieri (31) und Tauchlehrer Gianluca Benedetti (44) wollten am Vaavu-Atoll ein Höhlensystem in 60 Metern Tiefe erkunden. Bei ihrem Tauchgang kamen die fünf Taucher um ihr Leben.
Der Tauchlehrer wurde am Tag nach ihrem Verschwinden beim Höhleneingang entdeckt. Die restlichen Taucher konnten erst Tage später geborgen werden. Sie befanden sich in der dritten und letzten Höhlenkammer.
"Es gab keinen Ausweg mehr"
Nun haben finnische Experten eine neue Theorie zum Tauchunglück. Sie vermuten, dass die Taucher beim Rückweg die falsche Abzweigung genommen haben. Statt in die Freiheit landete die Gruppe in einer Sackgasse. "La Repubblica" zitierte die Leiterin des Bergungsteams Laura Marroni: "Es gab keinen Ausweg mehr."
Das Höhlenkomplex Thinwana-Kandu startet mit einer großen, hellen Höhlenkammer. Die Tauchergruppe schwamm durch die erste Kammer. Danach führte ein dunkler, 30 Meter langer Korridor in die nächste Kammer. Dazwischen befindet sich eine Sandbank. Wie "Daily Mail" berichtet, soll die Sandbank den echten Ausgang verdeckt haben. Jedoch war ein anderer Weg für die Taucher zu sehen. Dieser führt aber in eine Sackgasse.
Laut der Vermutung schwammen die Taucher unabsichtlich in eine kleine Kammer und verirrten sich. Marroni erklärte: "Wenn sie diesen Korridor versehentlich genommen hätten, dann wäre die Rückkehr sehr schwierig gewesen, insbesondere angesichts der begrenzten Luftversorgung." Der Gruppe ging bei der Suche des Ausganges die Luft aus.