Weltbank verweigert Burma finanzielle Hilfe

Zu viele Schulden

Weltbank verweigert Burma finanzielle Hilfe

Die Militärjunta in Burma steht bei der Weltbank in der Kreide. Die Schulden rächen sich: Burma bekommt nach dem Zyklon keine Finanz-Hilfe.

Das burmesische Militärregime kann nach dem verheerenden Zyklon "Nargis" keine finanzielle Hilfe seitens der Weltbank erwarten. Weltbank-Direktor Juan José Daboub erklärte am Dienstag in Singapur, die Organisation arbeite eng mit anderen südostasiatischen Ländern zusammen und stelle technische Hilfe für die Schadensermittlung zur Verfügung. Sie unterstütze auch die Planung für den Wiederaufbau. "Aber die Bank kann Burma rechtlich keine finanziellen Mittel zur Verfügung stellen, weil es seit 1998 mit der Schuldentilgung im Rückstand ist", sagte Daboub vor Journalisten.

Zehn Milliarden Dollar Schaden
Eine Ausnahmeregelung für Burma schloss der Direktor aus. Die Militärjunta hat den wirtschaftlichen Schaden durch den Zyklon mit mehr als zehn Milliarden Dollar (6,5 Milliarden Euro) angegeben. Für Sonntag haben die Vereinten Nationen und die Mitglieder der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (ASEAN), deren Mitglied Burma ist, eine Geberkonferenz in Rangun geplant. In Burma begann am Dienstag eine dreitägige Staatstrauer für die Todesopfer des Zyklons. Besonders dramatisch ist die Lage im tiefliegenden Irrawaddy-Delta, wo die Menschen von Krankheiten und Hunger bedroht sind. Die offizielle Zahl der Todespfer liegt derzeit bei 78.000. Zusätzlich werden 56.000 Menschen vermisst. UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon wollte die Region am Mittwoch besuchen.

2003 hatten die USA Finanzsanktionen gegen Burma verhängt. US-Präsident George W. Bush hatte die Sanktionen zuletzt verschärft. Dazu gehören ein Einfuhrverbot für alle Waren aus Burma und ein Einreiseverbot für Personen mit Verbindungen zur Junta. Die US-Regierung ist zudem verpflichtet, alle Kreditentscheidungen der Weltbank und des Internationalen

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