Afrikanische Union

Abzug Äthiopiens aus Somalia gefordert

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Botschafter: Mogadischu wird friedlich eingenommen

Die Afrikanische Union (AU) hat Äthiopien aufgefordert, seine Truppen aus Somalia "unverzüglich" abzuziehen. "Wir fordern den Rückzug der äthiopischen Truppen ohne Verzug und die Anwendung der UNO-Sicherheitsratsresolution 1725", sagte der AU-Kommissionsvorsitzende Alpha Oumar Konaré am Mittwoch nach einem Sondertreffen von Vertretern der panafrikanischen Organisation, der Arabischen Liga sowie des ostafrikanischen Staatenbundes IGAD in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba.

Alle Seiten sollten unverzüglich die Kampfhandlungen einstellen und den Dialog unter Leitung der drei Organisationen aufnehmen. In seiner Entschließung 1725 hatte der UNO-Sicherheitsrat am 6. Dezember die Bildung einer Friedenstruppe für Somalia zur Unterstützung der angeschlagenen Regierung und deren Dialog mit den islamistischen Kräften im Land gebilligt.

Äthiopien unterstützt mit seiner Armee derzeit die Truppen der somalischen Übergangsregierung beim Vormarsch auf die Hauptstadt Mogadischu. Der Botschafter Somalias in Äthiopien, Abdelkarin Farah, kündigte am Mittwoch an, die von Äthiopien unterstützten somalischen Truppen würden Mogadischu "friedlich" einnehmen. Dies könne er so sagen, "weil sie von dort weglaufen", sagte der Botschafter über die Mitglieder der islamistischen Milizen. Nur "einige hundert" Milizionäre seien an ihren wichtigsten Stützpunkten in Mogadischu zurückgeblieben. Der äthiopische Ministerpräsident Meles Zenawi hatte erst am Tag zuvor gesagt, seine Truppen hätten nicht die Aufgabe, Mogadischu zu befreien.

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