Blutrünstige FARC-Rebellin stellt sich

Kolumbien

Blutrünstige FARC-Rebellin stellt sich

Der interne Machtkampf in der Guerilla-Organisation FARC wurde offenbar zu stark: Eine als besonders grausame Kommandantin gab nun auf.

Eine als besonders grausam bekannte Kommandantin der kolumbianischen FARC-Rebellen hat sich der Polizei gestellt. Nelly Avila Moreno, bekannt unter dem Nom de guerre Karina, sei am Sonntag (Ortszeit) freiwillig in ein Büro der Geheimpolizei im nordwestlichen Ort Argelia gekommen, hieß es aus Polizeikreisen. Bei den kolumbianischen Behörden war sie als die blutrünstigste Frau in den Reihen der FARC bekannt.

Im März hatte Pablo Montoya, ein Mitglied von Karinas Kampftruppe, den FARC-Anführer Iván Ríos getötet. Zum Beweis der Tat übergab er den Behörden eine Hand von Ríos, um eine Belohnung zu kassieren. Montoya versorgte die Polizei zudem mit Informationen über Karina.

Karina habe befürchtet, das gleiche Schicksal zu erleiden wie Ríos - und sich deshalb gestellt, verlautete aus Polizeikreisen weiter. Kolumbiens Präsident Alvaro Uribe hatte die FARC-Führung jüngst aufgefordert, ihren Kampf im Gegenzug für Garantien aufzugeben.

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