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Insider verraten: US-Armee bereitet sich auf Iran-Angriff vor

Das US-Militär bereitet sich offenbar nach Angaben von Insidern für den Fall eines Angriffsbefehls von US-Präsident Donald Trump auf einen möglichen wochenlangen Einsatz gegen den Iran vor. 

Dies sagten zwei US-Regierungsvertreter, die anonym bleiben wollten, am Freitag (Ortszeit) gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. US-Präsident Donald Trump bezeichnete einmal mehr einen Regimewechsel im Iran als wünschenswert und heizte damit den Konflikt mit Teheran weiter an.

Ein Regimewechsel "scheint das Beste zu sein, was passieren könnte", sagte Trump. Er lehnte es ab, zu sagen, wer seiner Meinung nach die Macht im Iran übernehmen sollte, erklärte jedoch, es gebe gewisse "Leute".

Die US-Regierung hatte am Freitag die Entsendung eines weiteren Flugzeugträgers in den Nahen Osten angekündigt, zusammen mit Tausenden weiteren Soldaten, Kampfflugzeugen und Zerstörern. Auf die Frage nach den Vorbereitungen für einen längeren US-Militäreinsatz sagte die stellvertretende Sprecherin des Weißen Hauses, Anna Kelly: "Präsident Trump hat alle Optionen in Bezug auf den Iran auf dem Tisch." Das Pentagon lehnte eine Stellungnahme ab.

Insider: Planungen für Militäreinsatz werden komplexer

Die derzeit stattfindenden Planungen sind Insidern zufolge komplexer als bei früheren Einsätzen. Im Juni vergangenen Jahres hatte das US-Militär bei der Operation "Midnight Hammer" mit Tarnkappenbombern iranische Atomanlagen angegriffen. Bei einem länger anhaltenden Einsatz könnten nun auch staatliche und sicherheitsrelevante Einrichtungen des Iran getroffen werden, nicht nur die nukleare Infrastruktur, sagte einer der Insider. Die USA rechneten fest mit einer Vergeltung durch den Iran, was zu gegenseitigen Schlägen über einen längeren Zeitraum führen könne.

Trump selbst sagte am Freitag bei einem Truppenbesuch in Fort Bragg im US-Bundesstaat North Carolina, es sei schwierig, eine Einigung mit dem Iran zu erzielen. "Manchmal muss man Furcht erzeugen", sagte der US-Präsident und fügte hinzu, dass Furcht das Einzige sei, was die Situation klären werde. Er begründete seine Ungeduld mit jahrzehntelangen, ergebnislosen Gesprächen, während derer die USA viele Leben verloren hätten. Die Entsendung eines zweiten Flugzeugträgers begründete er mit den Worten: "Falls wir keine Einigung erzielen, werden wir ihn brauchen." Auf die Frage, was der Iran tun könne, um einen US-Angriff zu vermeiden, sagte Trump: Wenn "sie uns den richtigen Deal geben, werden wir das nicht tun."

USA bauen Militärpräsenz im Nahen Osten aus

Der Flugzeugträger "Gerald R. Ford" wird sich nun auf Anweisung des Pentagons dem Flugzeugträger "Abraham Lincoln", mehreren Lenkwaffenzerstörern, Kampfflugzeugen und Überwachungsflugzeugen anschließen, die in den vergangenen Wochen in den Nahen Osten verlegt wurden. Die "Gerald R. Ford", der neueste und größte Flugzeugträger der Vereinigten Staaten, war mit ihren Begleitschiffen bereits in der Karibik im Einsatz und nahm Anfang des Jahres an Einsätzen in Venezuela teil. Ein Regierungsvertreter sagte, bis zur Ankunft des Verbands im Nahen Osten werde es mindestens eine Woche dauern.

Der Flugzeugträger "Gerald R. Ford" ist im Grunde seit vergangenem Juni auf See und war vor seiner überraschenden Verlegung in die Karibik im November für einen Einsatz in Europa vorgesehen. Mit elf Flugzeugträgern im Arsenal des US-Militärs gelten diese Schiffe als knappe Ressource, deren Einsatzpläne eigentlich weit im Voraus festgelegt werden. Das Schiff wird von einem Atomreaktor angetrieben und kann mehr als 75 Militärflugzeuge aufnehmen, darunter Kampfflugzeuge vom Typ F-18 Super Hornet.

Diplomatische Verhandlungen mit Iran gehen weiter

US-amerikanische und iranische Diplomaten hatten in der vergangenen Woche in Oman bereits Gespräche geführt, um die Diplomatie über das Atomprogramm Teherans wiederzubeleben. Beide Seiten haben zwar ihre Bereitschaft für eine Wiederaufnahme der Diplomatie im langjährigen Atomstreit signalisiert, jedoch will der Iran nur über sein Atomprogramm und eine Lockerung der Sanktionen verhandeln, nicht aber über das Programm für ballistische Raketen. Washington möchte, dass die Atomgespräche mit dem Iran auch die ballistischen Raketen des Landes, die Unterstützung bewaffneter Gruppen in der Region und die Behandlung des iranischen Volkes umfassen.

Nach Informationen des Nachrichtenportals "Axios" wird eine neue Verhandlungsrunde am kommenden Dienstag in Genf erwartet. Wie eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sagte, wird sich eine US-Delegation mit den Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner am Dienstagvormittag mit Vertretern des Iran treffen. Dabei seien auch Vertreter des Oman anwesend, um zu vermitteln.

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