Wien

Iran-Atomgespräche gehen weiter

Seit Sonntag 11 Uhr laufen neue Gespräche mit dem Iran in Bundeskanzleramt in Wien.

Die Gespräche zwischen dem EU-Außenbeauftragten Javier Solana und dem iranischen Atom-Chefunterhändler Ali Larijani begannen am Samstag. Beide Seiten sprachen am Samstag nach der ersten Runde im Bundeskanzleramt von " konstruktiven" Gesprächen.

Suche nach Grundlagen vür weitere Verhandlungen
Beobachtern zufolge wollen Solana und Larijani ausloten, inwieweit das Angebot der fünf UNO-Vetomächte und Deutschlands an Teheran noch Grundlage für weitere Verhandlungen sein könnte. Dieses Dokument sieht politische und wirtschaftliche Anreize vor, wenn der Iran auf die eigene Anreicherung von Uran verzichtet.

Iran hat UN-Frist nicht eingehalten
Die Antwort der iranischen Regierung auf das Paket vom 22. August wurde bisher vertraulich behandelt, doch die USA und ihre Verbündeten haben sie als unbefriedigend bezeichnet.

Am 31. August lief ein Ultimatum des Weltsicherheitsrats an Teheran ab, die Urananreicherung zu stoppen, ansonsten könnten Sanktionen gegen die Islamische Republik in Aussicht genommen werden. Der Iran hat diese Frist jedoch nicht eingehalten.

USA für Sanktionen, China, Russland dagegen
Die USA machen Druck auf den UNO-Sicherheitsrat, rasch eine Resolution zu Strafmaßnahmen gegen den Iran zu verabschieden. China und Russland sprachen sich bisher gegen die Verhängung von Sanktionen aus.

Der Westen befürchtet, Teheran beabsichtige unter dem Deckmantel der friedlichen Nutzung der Nuklearenergie ein Atomwaffenprogramm zu betreiben bzw. betreiben zu wollen. Soltanieh ist unter anderem Botschafter des Iran bei der internationalen Atomenergiebehörde (IAEA bzw. IAEO) in Wien.

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