Rom protestiert

Grenzzwischenfall mit Flüchtling: Wirbel

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Rom bestellte den französischen Botschafter zu Gesprächen.

Italien hat den französischen Botschafter in Rom zu Gesprächen einberufen, um zu klären, warum französische Grenzpolizisten in eine Ambulanz für Migranten auf italienischem Gebiet eingedrungen sind. Dies verlautete am Samstag aus dem Außenministerium in Rom.

Die Einrichtung im Bahnhof der piemontesischen Bergortschaft Bardonecchia wird von der Hilfsorganisation Rainbow4Africa betrieben. Die italienische NGO kritisierte die französische Gendarmerie, nachdem fünf bewaffnete französische Polizisten am Freitagabend unangemeldet in die Ambulanz des Bahnhofes Bardonecchias eingedrungen waren, wo die NGO Flüchtlingen medizinische Hilfe leistet.

Urintest von Flüchtling gefordert

Der Organisation zufolge brachten die französischen Beamten am Freitagabend einen Nigerianer in den Bahnhof und verlangten einen Urintest, weil sie ihn des Drogenschmuggels verdächtigten. Die französische Gendarmerie erklärte dagegen, man habe mit der Genehmigung des Mannes und der Organisation gehandelt. Der Test war demnach negativ. Der Fall sorgte für Aufsehen in Italien.

Seit Monaten erreichen afrikanische Flüchtlinge Bardonecchia in der Hoffnung, über die Berge nach Frankreich gelangen zu können. Die französische Polizei verschärfte die Kontrollen. Zuletzt wurde ein Bergführer wegen des Vorwurfs der Beihilfe zur illegalen Einwanderung angezeigt. Er soll eine schwangere Migrantin nach Frankreich gebracht haben. Rund tausend afrikanische Migranten sind in den vergangenen Monaten im Bahnhof von Bardonecchia behandelt worden.

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