Vereidigt

Wulff trat Amt als deutscher Präsident an

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Der 51-Jährige will Brücken bauen und vor allem Kindern gleiche Bildungschancen geben.

Der neu gewählte deutsche Bundespräsident Christian Wulff hat am Freitag in Berlin seinen Amtseid abgelegt. "Ich weiß um die große Verantwortung, die das Amt des Bundespräsidenten mit sich bringt", sagte Wulff. Der 51-Jährige hob hervor, zwischen den vielfältigen Gesellschaftsschichten in Deutschland und ihren verschiedenen Interessen Brücken bauen zu wollen. Besonders wichtig ist ihm, dass alle Kinder unabhängig von Wohlstand und Herkunft gleiche Bildungschancen bekommen.

"Bewegender Moment"
Wulff nannte seinen Amtsantritt einen bewegenden Moment: "Er erfüllt mich mit Freude und Ernst, mit Zuversicht und Demut". "Ich bin dankbar dafür, nun in diesem Amt dienen zu dürfen - Deutschland und den Deutschen und allen Menschen, die hier leben."

Versprecher bei Amtseid-Ablegung
Der Christdemokrat hatte den Eid bei einer gemeinsamen Sitzung von Bundestag und Länderkammer abgelegt. Nach einem Versprecher musste Wulff seinen Amtseid ein zweites Mal beginnen. Wie in der Verfassung vorgesehen, gelobte er, dass er seine Kraft "dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetzes des Bundes wahren und verteidigen" werde. Und er fügte hinzu: "So wahr mir Gott helfe". Wulff kann seine Amtszeit mit einem breiten Rückhalt in der Bevölkerung beginnen. Über 70 Prozent der Deutschen glauben, dass er ein guter Präsident sein wird.

Zehnter Bundespräsident
Der bisherige niedersächsische Ministerpräsident und CDU-Politiker ist der zehnte deutsche Bundespräsident. Er benötigte bei seiner Wahl am Mittwoch ungewöhnlicherweise drei Wahlgänge, weil ihm zahlreiche Delegierte der schwarz-gelben Koalition die Unterstützung verweigerten. Dies wurde anschließend in Kommentaren als "Ohrfeige" für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gewertet.

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