Attraktive Bedingungen für Unternehmer schaffen

Wirtschaft

Attraktive Bedingungen für Unternehmer schaffen

Die Forst- und Holzwirtschaft ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in Österreich. Die Landwirtschaft sichert mit gentechnikfreier, regionaler Produktion die Versorgung der heimischen Bevölkerung mit Lebensmitteln auf hohem Niveau. Heimische Land- und Forstbetriebe sind als ländliche Unternehmen mit moderner Technik in verschiedenen Wirtschafts- und Servicebereichen sowie im internationalen Wettbewerb aktiv. Andere Wirtschaftszweige am Land stehen vor großen Herausforderungen. So ziehen sich etwa traditionelle Nahversorger immer mehr aus ländlichen Räumen zurück. Darunter leiden insbesondere wenig mobile Bevölkerungsgruppen.

Gemeinsam mehr Wertschöpfung

Die Beratungen für den Masterplan haben klar gezeigt: Wirtschaftliche Stärke am Land erfordert den Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit, etwa in der Nahversorgung sowie bei regionalen Gewerbegebieten. Der Auf- und Ausbau regionaler Wertschöpfungspartnerschaften zwischen Betrieben und Institutionen (Schulen, Kindergärten, Altenbetreuungseinrichtungen) liefert wichtige Impulse für zukunftsfähige Regionen.

Neue Chancen durch Regionalität

Die Nachfrage nach regionalen Lebensmitteln eröffnet am Land neue Vermarktungswege. Zusätzlich zu bekannten Direktvermarktungsmodellen wie Bauernmärkten, Ab-Hof-Verkauf und Webplattformen (z. B. Stadtlandwirtschaft Wien) spielen kollaborative Ansätze eine wichtige Rolle. Dazu zählen beispielsweise solidarische Landwirtschaft, Foodcoops, Patenschaften, Crowdfunding und Selbstbewirtschaftung. Gefordert werden branchen- und sektorenübergreifende Strategien, um Produkte zu vermarkten.

Unternehmertum stärken

Ein wichtiges Thema für ein wirtschaftlich erfolgreiches Land ist das Unternehmertum. Um die Auflösung landwirtschaftlicher und gewerblicher Betriebe im ländlichen Raum mangels Betriebsnachfolger zu verhindern, ist eine gesamtheitliche Nachfolgestrategie notwendig. Die Selbstständigkeit muss auch am Land eine attraktive berufliche Perspektive darstellen. Dafür ist der Bürokratieabbau wichtig: Überschießende Regulierung erschwert die Weiterentwicklung land- und forstwirtschaftlicher Familienbetriebe. „Um ihre Potenziale im Interesse des ländlichen Raums besser nutzen zu können, sind verwaltungstechnische Hemmnisse zu beseitigen und bürokratische Entlastungen zu gewährleisten. Das ist die Grundlage für ein „ländliches Unternehmertum NEU“, heißt es im Masterplan.

„Rollende“ Nahversorgung

Auch bei der Nahversorgung sind neue unternehmerische Wege gefragt, wie der gezielte Aufbau „multifunktionaler Nahversorger“. Hilfestellung für Gemeinden und Regionen soll dabei ein Kompetenzzentrum „ländliche Nahversorgung“ liefern. Für Gemeinden ohne Vollversorgung soll es ein mobiles Dienstleistungsangebot geben – etwa „rollende“ Lebensmittelhändler oder Banken. Wichtige wirtschaftliche Impulse sollen auch Regionalbanken bringen, die Unternehmen und Initiativen vor Ort unterstützen.

Näheres zum Masterplan unter bmlfuw.gv.at/masterplan

 

Entgeltliche Einschaltung des BMLFUW

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