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Datenschutz: 10 Tipps für Facebook-User

Sicherheits-Checkliste

Datenschutz: 10 Tipps für Facebook-User

Das beliebteste Social Network der Welt sorgte in den letzten Tagen für negative Schlagzeilen. Durch das Bekanntwerden der größten Sicherheitspanne aller Zeiten, rückt natürlich die Frage „Wie kann ich meine persönlichen Daten auf Facebook schützen?“ wieder einmal in den Vordergrund. Denn dem unglaublichen Erfolg von Facebook können solche Hiobsbotschaften nichts anhaben. Das zeigte sich in den letzten Jahren immer wieder. Mittlerweile verbucht das Social Network, trotz immer wieder auftretenden Sicherheitsproblemen und Angriffen, weltweit über 600 Millionen Nutzer. Allein in Österreich gibt es über 2,4 Millionen Mitglieder – Tendenz weiter steigend. Der Wert der Plattform wird mittlerweile auf 100 Milliarden Dollar geschätzt.

Wir haben deshalb zehn Tipps zusammengefasst, mit denen Facebook-Nutzer ihre Daten vor Angreifern sichern können. Eines steht dabei aber auch fest, einen 100-prozentigen Schutz gibt es nicht. Deshalb sollten die User immer genau darauf achten, was sie alles online stellen und somit von sich preisgeben. Für berufstätige Facebook-User spielt zudem die Trennung von Privatem und Beruflichem eine wichtige Rolle.

10 wichtige Tipps für Facebook-Nutzer
1. Datenschutzeinstellungen prüfen: Facebook-Nutzer sollten zu allererst darauf achten, welche Daten ihre Freunde einsehen können, welche Daten komplett öffentlich sind und welche Rechte sich Facebook genehmigt. Bei der Anmeldung sollten Anwender nicht nur die nötigsten Datenfelder ausfüllen und die konservativsten Voreinstellungen wählen. Am besten zuerst einen Fantasie-Account anlegen, um zu prüfen, wo die persönlichen Daten im Internet zu sehen sind. Erst im Anschluss sollte man unter seinem richtigen Namen ein Profil erstellen.

2. Darauf achten was man postet: Facebook-Anwender sollten sich immer dessen bewusst sein, dass allzu lockere Posts ebenso ein Problem sein können wie Partyfotos und -videos. Denn Facebook vergisst nichts.

3. Falsche Freunde entlarven: Die Betreiber von sozialen Netzwerken überprüfen in der Regel nicht, ob hinter einem bestimmten Benutzerkonto auch wirklich die genannte Person steckt. Facebook-Anwender sollten also grundsätzlich misstrauisch bei neuen Freundschaften sein. Durchschnittlich hat jeder Facebook-Nutzer 130 Freunde, manche sogar über Tausend. Dass das alles nicht „wirklich" gute Freunde sein können, liegt auf der Hand. Weiters ist es wichtig bei "echten" Freunden und Bekannten nachfragen, ob sie einen Link tatsächlich verschickt haben, oder ob es sich um Spam handelt. Mit dem Gruppentool, kann man zusätzliche Gruppen erstellen und einstellen, was welche Gruppe zu sehen bekommt und was nicht.

4. Passwort: Diese Faustregel gilt nicht nur für Facebook, sondern für alle Online-Dienste (E-Mail, Online-Banking, etc.), die man in Anspruch nimmt. Am besten ist es, wenn man das eigene Passwort einmal pro Woche ändert. Wem das zu mühsam ist, der findet entsprechende Verschlüsselungsprogramme, welche die Passwörter automatisch generieren, im Internet. Auch die aktuelle Sicherheitspanne gehört mit einem neuen Passwort der Vergangenheit an.
Kryptische Passwörter verwenden: Passwörter wie „123456“, „password“ oder „abcdefg“ sind zwar einfach zu merken, aber genau so einfach zu knacken. Deshalb sollte man kryptische Passwörter (Buchstaben, Zeichen, Zahlen) verwenden, die keine Sinn ergeben.

5. Malware-Angriffe verhindern:
Schädlinge wie der Würmer oder Trojaner nutzen neben klassischen Wegen per E-Mail auch soziale Netzwerke wie Facebook, um sich zu verbreiten. Nutzer erhalten dabei von einem Freund einen Link auf ein angeblich „geniales Video“. Klickt man den Link an, kommt man allerdings nicht in den Genuss des Videos, sondern der PC wird mit Malware infiziert. Alle infizierten Rechner landen dann in einem so genannten Botnetz – einem Netzwerk von infizierten Computern, das zum Spam-Versand oder Angriffen genutzt und von Cyberkriminellen ferngesteuert wird. Schutz bietet eine aktuelle IT-Sicherheitslösung.

6. Phishing-Attacken: Dass es eine Fülle an weiteren kriminellen Möglichkeiten auf Facebook gibt, vor denen man auf der Hut sein sollte, zeigen folgende Beispiele: So haben es Angreifer zum Beispiel auf die Login-Daten der Nutzer abgesehen. Sie erstellen ähnlich wie bei Online Banking-Betrügereien eine mit der Login-Seite des jeweiligen Social Networks identische Website. Via Email werden massenweise Links zu der gefälschten Webseite oder scheinbar direkt von dem Netzwerk kommende, täuschend echt aussehende Nachrichten verschickt. Die Informationen werden auf dem Schwarzmarkt verkauft, man kann weitere Informationen über die Zielperson sammeln, etwa über deren Facebook-Profil. Oder man kann über dieses Konto Spam-Nachrichten an andere versenden. Und man kann unter dem falschen Namen Nachrichten an die Freundesliste verschicken, mit denen man diese dazu bringt, einen bestimmten Link zu öffnen.

7. Browser-Schwächen: Schwieriger wird es mit sogenannten Passwort-Stealern. Dabei handelt es sich um Programme, die Teile ihres Codes in den Browser des Anwenders einspeisen, um dessen Kontoinformationen zu stehlen, bevor sie überhaupt versendet werden. Vor allem ältere Versionen des Internet Explorer (IE) und des Firefox sind davon betroffene Browser. Der Datenklau läuft komplett innerhalb des Browsers ab, daher hilft eine Verschlüsselung der Informationssendungen nicht. Abhilfe schafft am ehesten eine möglichst aktuelle Antiviren-Lösung und die Installation der neuesten Browser Version (Chrome 11, IE9 oder Firefox 4).

Neben diesen Gefahren lauern noch weitere Risiken auf Facebook. Besonders bei den populären Spielen kommt es immer wieder zu gravierenden Sicherheitslücken. Deshalb haben wir abschließend noch spezielle Tipps für Facebook-Spieler zusammengefasst.

8. Vorsichtig in virtuelle Güter investieren:
Spieler sollten, wenn Sie richtiges Geld in virtuelle Güter investieren, ausschließlich den Diensten des offiziellen Spielanbieters vertrauen.

9. Auf Spam-Mails achten: So werden häufig über Betrugs-E-Mails Gutscheine im Internet angeboten, mit denen Spieler angeblich ihren eigenen Gaming-Account aufwerten können. Anwender sollten diese E-Mails sofort löschen.

10. Vorsicht vor Drittanbieter-Apps: Facebook-Applikationen von Drittanbietern, die mehr Erfolg bei Browserspielen in sozialen Netzwerken anbieten, können sich als Schadprogramm entpuppen. Wenn sich Anwender nicht sicher sind, sollten sie sich auf der offiziellen Seite des Spielanbieters informieren, ob die Applikation dort aufgeführt wird.

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