Staatsoper -

Kritik

Staatsoper - "Wagners Nibelungenring für Kinder"

Die Kinder waren bald mucksmäuschenstill. Also fanden sie es recht spannend. Die Erwachsenen haben ein paar mal sehr gelacht. Also war es für Opernkenner recht witzig.

Premiere
Wagners Nibelungenring für Kinder dauert eine Stunde, erzählt eine Geschichte frei nach dem Original, verwendet fast ausschließlich Wagner-Highlights für die Musik und geht mit dem Text erfrischend freizügig um. Es ist eine kluge Mischung aus Heroischem und Komischem, dazu eine fabelhafte Produktion im Kinderzelt auf dem Operndach.

Sound
Denn die technischen, optischen, räumlichen Möglichkeiten der winzigen Bühne sind bestens genutzt, das Bühnenorchester der Staatsoper (Dirigent: Jendrik Springer) spielt so gut wie kaum jemals zuvor und der Wagner-Sound wirkt auch bei kleinster Besetzung (15 Musiker, darunter ein exzellenter Hornist).
Matthias Stegmann hat das ursprünglich für Japan erfundene Konzept den Wiener Möglichkeiten ideal angepasst, das Spiel sowohl kind- als auch erwachsenengerecht inszeniert, dessen Unterhaltungswert nie zum Klamauk degradiert.

Mini-Bühne
Alle Rollen sind drei- bis vierfach besetzt. In der Premieren-Matinee gefielen Ildiko Raimondi und Michael Roider als Brünnhilde und Siegfried, Adrian Eröd als „König“ Wotan, Janusz Monarcha als Fafner. Die Damen Gheorghiu, Marilley, Kushpler wechselten zwischen Rheintöchtern und Walküren. Für diese Mini-Bühne ein stimmlich ideales Wagner-Ensemble. An dessen Spitze Daniela Fally als Animator, Spiel- und Spaßmacher(in), dazu als Waldvogel. Welch ein Theater! Hingehen, ansehen!

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