Beschwerde

Charlotte Casiraghi spricht Klartext und schießt gegen Männer: So belastend ist die Mutterrolle

Die Monegassin erklärt, dass Frauen es als Mütter besonders schwer haben. Sie ist der Meinung, dass Männer diese Rolle noch immer nicht gleichwertig wahrnehmen. 

Charlotte Casiraghi spricht offen über ein Thema, das viele Frauen bewegt: die Realität der Mutterschaft. In einem aktuellen Interview schildert die 39-jährige Monegassin, wie fordernd das Leben als Mutter tatsächlich ist – emotional wie körperlich.

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Anlässlich der Veröffentlichung ihres Buches „La fêlure“ („Der Riss“), das am 29. Jänner 2026 erscheint, hat Casiraghi mit der spanischen Ausgabe der Elle gesprochen. Es ist ihr erstes Werk als alleinige Autorin, in dem sie sehr persönliche Einblicke gewährt – auch in ihre Rolle als Mutter zweier Söhne.

Anforderungen an Mütter

Dabei räumt die Tochter von Prinzessin Caroline von Hannover mit gängigen Idealbildern auf. „Heute gibt es viele Vorstellungen davon, was eine gute Mutter ausmacht, doch die Realität ist weitaus komplexer und von der individuellen Geschichte jeder Frau abhängig“, sagt Casiraghi. Mutterschaft bedeute einen „radikalen Wandel“, der Frauen und Männer bis heute nicht in gleichem Ausmaß treffe.

Besonders deutlich wird sie, wenn es um die Belastungen für berufstätige Frauen geht. „Kinder zu haben ist eine enorme emotionale und körperliche Belastung, und viele Frauen fühlen sich hin- und hergerissen, beobachtet oder sogar schuldig, wenn sie lange arbeiten oder Freiraum fordern“, erklärt sie. Dieses Spannungsfeld sei weit verbreitet: „Jede berufstätige Frau kennt das Gefühl, ständig zwischen verschiedenen Dingen hin- und hergerissen zu sein und sich Gedanken über das Familienleben zu machen – etwas, das Männer im Allgemeinen nicht in gleicher Weise erleben.“


 

Zwei Kinder von zwei Männern

Charlotte Casiraghis ältester Sohn Raphaël wurde 2013 geboren und stammt aus ihrer Beziehung mit dem Komiker und Schauspieler Gad Elmaleh. Ihr zweiter Sohn Balthazar kam 2018 zur Welt, aus der Ehe mit dem französischen Filmproduzenten Dimitri Rassam, von dem sie inzwischen auch getrennt ist.

Charlotte Casiraghi Dimitri Rassam
© Getty Images

Trotz gesellschaftlicher Fortschritte sieht Casiraghi weiterhin strukturelle Probleme. Zwar hätten sich gesetzliche Rahmenbedingungen verbessert und Männer würden sich stärker einbringen, doch ein „tief verwurzeltes Erbe“ wirke bis heute nach. Über Jahrhunderte hinweg seien „Fürsorge und Hingabe für die Familie fast ausschließlich“ Frauen zugeschrieben worden.


 

Ihr Appell: Weg von moralischen Bewertungen, hin zu mehr Verständnis. Sie plädiert dafür, eine „moralisierende Perspektive“ zu überwinden und stattdessen eine „gerechtere und mitfühlendere Sichtweise“ einzunehmen. Ein entscheidender Schritt dahin sei es, sich die eigene Verletzlichkeit einzugestehen.

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