Der Falstaff Restaurantguide 2026 ist da. Das Ergebnis der über 120.000 Bewertungen zeigt einen deutlichen Trend: Die kulinarische Spitze in Österreich wird breiter – und sie wandert nach Westen. Gleich sechs Betriebe sichern sich die Höchstwertung von 100 Punkten.
Im Wiener Rathaus wurde am Montag der brandneue Falstaff Restaurant- & Gasthausguide 2026 präsentiert. Und eines vorweg: Die Qualität in der heimischen Gastronomie war laut Community noch nie so hoch wie jetzt. Über 20.000 Mitglieder des Falstaff Gourmetclubs haben mehr als 120.000 Bewertungen für insgesamt 2.050 Betriebe abgegeben. Das Ergebnis ist historisch: Gleich sechs Restaurants sichern sich mit 100 Punkten die absolute Höchstwertung.
Salzburg übernimmt die Führung
Während Wien traditionell stark aufgestellt ist, gibt es heuer eine klare geografische Verschiebung. Salzburg avanciert zur neuen Kulinarik-Hochburg des Landes: Erstmals stellt ein Bundesland gleich drei der sechs 100-Punkte-Betriebe. Doch nicht nur im Fine-Dining-Bereich tut sich etwas. Falstaff-Herausgeber Wolfgang M. Rosam beobachtet eine spannende Renaissance der Landgasthäuser. Wer auf Qualität und regionale Produkte setzt, füllt die Gaststuben – auch abseits der großen Städte.
So wurde bewertet
Damit ein Restaurant die begehrten Punkte erhält, wird es in vier Kategorien unter die Lupe genommen. Maximal 100 Punkte sind möglich:
- Essen: max. 50 Punkte
- Service: max. 20 Punkte
- Weinkarte: max. 20 Punkte
- Ambiente: max. 10 Punkte
Diese sechs Restaurants bilden die neue nationale Spitze (100 Punkte):
- Ikarus (Salzburg)
- Döllerers Restaurant (Salzburg)
- Obauer (Salzburg)
- Steirereck (Wien)
- Landhaus Bacher (Niederösterreich)
- Bootshaus (Oberösterreich)
Falstaff-Restaurantguide: Die Top-Adressen des Landes
- Amador, 1190 Wien, 99 Punkte
- Die Forelle, 9762 Weissensee, 99 Punkte
- Die Weinbank - Restaurant, 8461 Ehrenhausen, 99 Punkte
- Esslokal, 3493 Hadersdorf am Kamp, 99 Punkte
- Konstantin Filippou, 1010 Wien, 99 Punkte
- Mraz & Sohn, 1200 Wien, 99 Punkte
- Restaurant Hubert Wallner, 9082 Dellach, 99 Punkte
- Senns Restaurant, 5020 Salzburg, 99 Punkte
- Stüva, 6561 Ischgl, 99 Punkte
- 141 by Joachim Jaud, 6414 Mieming, 98 Punkte
- Taubenkobel, 7081 Schützen, 98 Punkte
- Griggeler Stuba, 6764 Lech, 98 Punkte
- Paznaunerstube, 6561 Ischgl, 98 Punkte
- Rote Wand Chef’s Table, 6764 Lech, 98 Punkte
- Silvio Nickol, 1010 Wien, 98 Punkte
- Schwarzer Adler, 6060 Hall in Tirol, 97 Punkte
- Aend, 1060 Wien, 97 Punkte
- Der Kirchenwirt seit 1326, 5771 Leogang, 97 Punkte
- Gamskogelhütte Fine Dining, 9863 Katschberg, 97 Punkte
Die Bundesland-Sieger im Überblick
Wien
- Steirereck, 1030 Wien, 100 Punkte
NÖ
- Landhaus Bacher, 3512 Mautern, 100 Punkte
Burgenland
- Taubenkobel, 7081 Schützen, 98 Punkte
Steiermark
- Die Weinbank - Restaurant, 8461 Ehrenhausen, 99 Punkte
Kärnten
- Restaurant Hubert Wallner, 9082 Dellach, 99 Punkte
- Die Forelle, 9762 Weissensee, 99 Punkte
OÖ
- Bootshaus, 4801 Traunkirchen, 100 Punkte
Salzburg
- Ikarus, 5020 Salzburg, 100 Punkte
- Döllerers Restaurant, 5440 Golling, 100 Punkte
- Obauer, 5450 Werfen, 100 Punkte
Tirol
- Stüva, 6561 Ischgl, 99 Punkte
Vorarlberg
- Griggeler Stuba, 6764 Lech, 98 Punkte
- Rote Wand Chef’s Table, 6764 Lech, 98 Punkte
Besonders ausgezeichnete Betriebe und Kategorien:
Koch des Jahres: Fabian Günzel vom Aend in Wien. Günzel gilt als der „Purist“ der heimischen Haute Cuisine. Kein Firlefanz, kein Schnick-Schnack – das pure Produkt in höchster Vollendung.
Lebenswerk: Fabio Giacobello, Eigentümer des erfolgreichsten mediterranen Restaurants Österreichs FABIOS, betreibt seit 24 Jahren die beständigste und erfolgreichste Italo-Küche des Landes. Er ist Wirt mit Leib und Seele und begeistert mit all seinen „Emotionen des Südens“.
Gastgeberin des Jahres: Rosi Schipflinger von Rosi’s Sonnenbergstube.
Internationaler Botschafter: die ORIGINAL SACHERTORTE! Keine Mehlspeise aus Österreich ist international so bekannt wie die Sachertorte. Sie schlägt sogar Kaiserschmarren und Palatschinken. Damit ist die Sachertorte der internationale Kulinarik-Botschafter 2026.
Sommelier des Jahres: Das schmucke Leogang ist ohne den Kirchenwirt undenkbar – und das seit 700 Jahren. Hans-Jörg Unterrainer ist nicht nur Wirt und Eigentümer, in jungen Jahren war er auch erfolgreichster Snowboarder in der österreichischen Nationalmannschaft. Heute wacht er über fast 1.000 Flaschen.
Nachhaltigkeit und Innovation: Tono Soravia betreibt das Collina am Spittelberg und ist in kürzester Zeit einer der innovativsten Wirte des Landes geworden. Seine Wild-Karte sucht ihresgleichen in der Republik. Besonders bemerkenswert ist seine Konzentration auf Nachhaltigkeit.
Bester Service des Jahres: Viel-Flieger wissen das schon lange – der Service bei Austrian Airlines ist europaweit spitze. Über 100 Flugbegleiterinnen sind bereits ausgebildete Austrian-Wine-Experts, das heißt, sie werden permanent in der Weinberatung geschult. Der buchstäbliche „Austrian Charme“ ist trotz vielfacher Stresssituationen von außergewöhnlicher Stabilität geprägt. Daher geht der Falstaff-Preis für das beste Service an die 2.700 Flugbegleiter:innen von Austrian Airlines.
Eröffnung des Jahres: Bernhard Zimmerl hat sich mit dem Zimmerl in Waidhofen an der Thaya seinen Traum erfüllt. Hoch oben im Waldviertel entstand ein Gourmetrestaurant von internationalem Format. In intimer Atmosphäre werden bis zu 23 kleine Gänge serviert – Preziosen aus edelsten Zutaten. Zimmerl arbeitet mutig und mit voller Konzentration – und liefert einen memorablen Abend ab.
Bestes Wiener Beisl des Jahres: Die Herbeck Neue Gastwirtschaft in Wien verbindet klassische Wiener Beisl-Tradition mit kulinarischem Anspruch. Küchenchef Dominik Wagner sorgt für niveauvolle Wiener Küche, während eine außergewöhnliche Weinauswahl selbst Connaisseurs regelmäßig staunen lässt. Ein Beisl mit Geschichte, Atmosphäre und echter Wirtshauskultur.
Landgasthaus des Jahres: Der Bärenwirt in Hermagor zeigt, wie lebendig die österreichische Wirtshauskultur sein kann. Manuel Ressi und seine Frau Claudia haben den traditionsreichen Betrieb zu einer der ersten kulinarischen Adressen Kärntens entwickelt – mit Wirtshausklassikern, regionalen Zutaten und kreativen Menüs.
Engagement für Bierkultur: Das Sternbräu in Salzburg steht seit Jahrhunderten für gelebte Brautradition. Das traditionsreiche Haus verbindet heute österreichische Klassiker, regionale Produkte und das exklusiv gebraute „SternBier“. Damit bleibt das Sternbräu ein Fixstern der Salzburger Bierkultur.