Kanzler-Tochter: Von der Schule in den Emo-Laden

Neues Leben

© Christian Müller

Kanzler-Tochter: Von der Schule in den Emo-Laden

Für gewaltigen Wirbel sorgte gestern der ÖSTERREICH-Bericht über Selina Gusenbauer: Die 16-jährige Kanzlertochter brach die Schulausbildung am noblen Wiener Privatgymnasium Lycée Français (4.800 Euro Schulgeld im Jahr) ab. Jetzt die nächste Überraschung: Selina will offenbar in den nächsten Monaten eine Schulpause einlegen und träumt davon, in einem Shop für „Emos“ (einer Jugendkultur) als Verkäuferin zu arbeiten.

„Freiwilliger Wechsel“
Auch das Lycée meldete sich Dienstag zu Wort und spricht nun von einem freiwilligen Abgang der Kanzler-Tochter von der Schule. „Das Lycée respektiert ihre persönliche Entscheidung des Schulwechsels“, erklärt Direktor Jean Bastianelli. Selina war in der Elite-Schmiede nicht nur durch ihren ungewöhnlichen Kleidungsstil aufgefallen: Bereits die dritte Klasse Unterstufe und die erste Klasse Oberstufe musste die 16-Jährige angeblich wiederholen. Laut einer Schulkollegin brachte die 16-Jährige gar eine Ratte mit in die Schule und versteckte sie im Spind.

Verkäuferin in Emo-Laden
Nach dem Abgang aus dem Lycée will Selina nun offenkundig nicht allzu schnell in eine Schule zurück: Bis Jänner plant die Kanzler-Tochter sich Zeit für den Einstieg in ein neues Gymnasium zu nehmen und nebenbei erste berufliche Erfahrungen zu sammeln. Laut Insidern plant Selina in den kommenden Monaten in einem der Trendläden im Generali-Center an der Wiener Mariahilfer Straße zu jobben. Der ÖSTERREICH-Lokalaugenschein zeigt: Hier würde die Schulabgängerin mit offenen Armen empfangen werden.

„Selina wäre perfekt.“
Im Medusa ist Selina selbst Kundin, hier gibt es alle wichtigen Accessoires für Selinas Emo-Look – von Schleifen-Haarreifen über bunte Haarsträhnen bis zu Nietengürteln. Und: Hier hat Selina bereits einige berufspraktische Tage absolviert, also tatsächlich in dem Laden gejobbt. „Ich kann mir gut vorstellen, dass sie wieder hier arbeitet“, sagt eine Verkäuferin. Eine zweite ergänzt: „Das Wichtigste bei uns ist Toleranz gegenüber unseren Kunden.“ Und die brächte Selina, selbst häufig für ihren Look öffentlich kritisiert, in jedem Fall mit.

Auch im Kingpin wäre man von Selina als neue Angestellte begeistert: „Sie wäre perfekt geeignet und kennt die Ware genau, schließlich trägt sie ja unsere Klamotten“, erklärt Kingpin-Chef Günther Zach im Gespräch mit ÖSTERREICH. Auch die Kunden geben sich begeistert: „Von ihrem Styling her würde sie perfekt passen“, meint die 18-jährige Elisabeth und die 17-jährige Sandra ergänzt: „Es wäre toll von einer Prominenten bedient zu werden.“

Schulwechsel im Jänner
Wie es nach dem Ausflug ins Berufsleben für Selina schulisch weitergeht, ist derzeit noch ungewiss. Wahrscheinlich wird die 16-Jährige aufgrund ihres Alters und ihrer Zeugnisse vorerst als außerordentliche Schülerin ein Schuljahr (erste oder zweite Oberstufe) absolvieren. Erst nach den Einstufungsprüfungen wird dann aus Selina wieder eine ganz normale Schülerin.

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