Bosporus-Krimi mit Erol Sander

Mordkommission Istanbul

Bosporus-Krimi mit Erol Sander

Ende der 1990er-Jahre debütierte er als Schauspieler. Mit Sinan Toprak war Erol Sander (42) der erste türkischstämmige Kommissar. Zehn Jahre später kehrte er zu seiner Paraderolle zurück. In Mordkommission Istanbul spielt Sander den smarten Ermittler Mehmet Özakin. Der ORF zeigt am Samstag, um 20.15 Uhr, die vierte Episode Die steinernen Krieger.

Mit TV-AUSTRIA sprach der "Brunetti von Istanbul" über seine Geradlinigkeit und den Wunsch nach einem dritten Kind.

TV-AUSTRIA: Was mögen Sie an Kommissar Özakin?

Erol Sander: Ein sympathischer, geradliniger Typ, der auf seine Familie baut.

TV-AUSTRIA: Wie sehr gilt das auch für Sie privat?
Sander: Ich bin sehr geradlinig. Das ist wichtig, um im Leben durchzukommen. Legt man die Schienen falsch, kommt der Zug aus den Gleisen.

TV-AUSTRIA: Sie wurden im Februar das zweite Mal Vater. Wie geht es Ihrer Familie?
Sander: Meine Frau und meine Kinder sorgen dafür, dass ich nicht abhebe. Egal welche Wünsche und Träume man im Leben hat, die Familie gibt immer Halt.

TV-AUSTRIA: Was für Wünsche hat Erol Sander derzeit?
Sander: Auf jeden Fall ein drittes Kind, hoffentlich ein Mädchen. Wir machen jedenfalls solange weiter (lacht).

TV-AUSTRIA: Haben Sie von Anfang an die Serie geglaubt?
Sander: Wir haben in vielen deutschen Städten einen Tatort. Aber die Unterhaltungsbranche braucht geheime Städte und neue Gesichter. Dieses Mystische macht gerade den Erfolg der Serie aus.

TV-AUSTRIA: Ist es nicht Zeit für Sander als Tatort-Kommissar?
Sander: Danke für das Kompliment. Jetzt mache ich mal Mordkommission. Was die Zukunft bringt, weiß man nie.

TV-AUSTRIA: Was halten Sie vom Austro-Tatort mit Krassnitzer?
Sander: Harald Krassnitzer ist ein total sympathischer Kerl. Das scheint gut zu passen.

TV-AUSTRIA: Was verbindet Sie mit Ihren türkischen Wurzeln?
Sander: Ich bin mit vier nach Bayern gezogen. Daher wenig, weil Deutschland schnell meine Heimat wurde.

TV-AUSTRIA: Können Sie Türkisch?
Sander: I konn bessa Weanerisch als Türkisch redn (lacht).

TV-AUSTRIA: Als Muslim haben Sie damals ein katholisches Internat besucht. Wie ging das?
Sander: Ich war sogar Ministrant, der einzige muslimische, und habe zu zwei Göttern gebetet, weil ich keinen vernachlässigen wollte. Heute glaube ich an Gott, aber ohne Religion.

TV-AUSTRIA: Sie finanzierten mit Modeln Ihre Schauspielschule. Was denken Sie rückblickend über Ihre Karriereanfänge?
Sander: Der damalige RTL-Chef Gerhard Zeiler glaubte an mich und bezahlte meine Schule. Ich sage immer: Es braucht Glück im Leben. Aber man muss es auch greifen können.

TV-AUSTRIA: Sie sind attraktiv, tolle Familie, tolle Karriere. Sie wirken so perfekt. Was ist Ihr Geheimnis?
Sander: Dass es eben nie perfekt ist. Mal ehrlich, es gibt immer Komplikationen im Leben. Aber perfekt wäre ja auch fad.

Autor: Daniela Prossliner
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