Fall Kührer: U-Haft über Beschuldigten verhängt Fall Kührer: U-Haft über Beschuldigten verhängt Fall Kührer: U-Haft über Beschuldigten verhängt

Alibi geplatzt

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Fall Kührer: U-Haft über Beschuldigten verhängt

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BK-Chefermittler Ernst Geiger war die ­Genugtuung anzumerken. Zum Mordfall Julia Kührer sagte er am Donnerstag erleichtert: „Wir können den dringenden Tatverdacht gegen Michael K. als erhärtet ansehen.“ Für die Beamten stand der ehemalige Nachbar der toten Schülerin als Hauptverdächtiger von Anfang an fest. Nur die Beweise fehlten den Cold-Case-Ermittlern bislang. Das soll jetzt anders sein, sagen die Beamten. Eine „dichte Indizienkette“ soll Michael K. überführt haben. Deshalb wurde der 51-Jährige am Mittwochabend erneut verhaftet. Gestanden hat er noch nicht und laut seinem Anwalt hat er das auch nicht vor.

Heute U-Haft verhängt
Über Michael K. ist nun am Freitagnachmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Korneuburg die U-Haft verhängt worden. Es bestehe der Verdacht des Mordes, sagte Friedrich Köhl, Sprecher der Anklagebehörde. Bei seinen Einvernahmen im BK stritt Michael K. weiterhin ab, etwas mit dem Tod von Julia Kührer zu tun zu haben. Er bediene sich "einer leugnenden Verantwortung", formulierte es Geiger am Donnerstag. Freitagvormittag wurde der 51-Jährige in die Justizanstalt Korneuburg überstellt.

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Ex-Nachbar hat kein Alibi mehr für die Tatzeit
Für die Kriminalisten jedoch sprechen mehrere Indizien für die Schuld des Inhaftierten. Demnach habe Michael K. kein Alibi für die Tatzeit, sein Handy sei außerdem nahe dem Auffindungsort der Toten eingeloggt gewesen.

Hautschuppen führen zum verdächtigen Michael K.
Sein Grundstück, auf dem das Skelett gefunden wurde, sei außerdem verriegelt und für Fremde nur schwer zu betreten gewesen. Doch das stärkste Indiz für die Beamten ist eine DNA-Spur. Winzig kleine Hautschuppen des Verdächtigen fand die Molekularbiologin Christa Nussbaumer (siehe Kasten) auf der blauen Decke, in der die tote Julia Kührer ein­gewickelt war. Der Durchbruch für die Ermittler, so scheint es zumindest.

Michael K. hingegen leugnet alles. Sein Anwalt Farid Rifaat gibt zu bedenken, dass nicht mal die Todesursache von Julia Kührer eindeutig geklärt ist. Ob es überhaupt ein Gewaltverbrechen war, kann nämlich nicht mehr bewiesen werden. Trotzdem wird wegen Mordverdachts ermittelt.

2006 verschwand Julia Kührer. Fünf Jahre später wurde ihr Skelett gefunden, auf dem Grundstück von ­Michael K. – es gilt die Unschuldsvermutung.

Der Verteidiger des Mordverdächtigen:
ÖSTERREICH:
Was sagt Ihr Mandant zu seiner gefundenen DNA auf der blauen Decke?
Farid Rifaat:
Er bestreitet nicht, dass er vielleicht mal in Berührung mit dieser Decke gekommen ist, aber er hat sie nicht gekauft. Somit ist die DNA meines Mandanten kein Beweis für einen Tatverdacht.

ÖSTERREICH: Sein Alibi wurde von den Beamten widerlegt. Wie rechtfertigt er das?
Rifaat:
Er wurde im April 2010 erstmals nach seinem Alibi gefragt. Vier Jahre später also. Er konnte sich verständlicherweise nicht mehr erinnern.

ÖSTERREICH: Die Polizei spricht von einer Indizienkette. Wird es eng für Ihren Mandanten?
Rifaat: Ich bin vorsichtig. Aber sicher ist, dass die Indizienkette unterbrochen ist. Der Verdächtigenkreis ist groß, die Todesursache nicht geklärt.

Das Video der Polizei-Pressekonferenz:

Auf der nächsten Seite der Live-Ticker zum Nachlesen.

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