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Gefeuert wegen Facebook

Lehrling beleidigte Chef

Gefeuert wegen Facebook

Wieder einmal sollte er am Wochenende arbeiten, wieder einmal hätte er zu wenig Zeit für seine Freunde von der Brauchtumsgruppe gehabt. An diesem Tag platze Lukas Murauer (18) aus Völs (Tirol) der Kragen. Auf seiner Facebook-Seite postete er sauer: „Irgendwann setz ich meinem Chef einen Kübel auf, dem Deppen!“

Was der Lehrling nicht bedacht hatte: Nicht nur seine 305 Freunde konnten den Eintrag lesen, sondern auch sein Chef Günther Mitteregger. Und der fand das Gelesene gar nicht lustig.

Rüpelhaftes Verhalten
„Das war wirklich das Tüpfelchen auf dem i“, sagt der Geschäftsführer der Malerei Mitteregger aus Hall in Tirol im Gespräch mit ÖSTERREICH, stellt aber auch gleich klar: Nicht allein der Post hat zur Auflösung des Dienstverhältnisses geführt. „Seit eineinhalb Jahren war Lukas Lehrling bei uns und immer wieder gab es Beschwerden unserer Kunden über seine rüpelhaften Umgangsformen. Ich hatte das Gefühl, dass der Junge nicht mehr mochte.“

Mehrfach gab es schon im Vorfeld Ermahnungen, habe man sich auch mit Lukas’ Mutter zusammengesetzt – geändert aber hätte das nichts und die Beschimpfung auf Face­book habe nun das Fass zum Überlaufen gebracht.

Kein Einzelfall: Kündigung wegen Facebook oder Internet-Einträgen (etwa Postings) häufen sich, sagen Arbeitsmarkt-Experten.

Account ist jetzt privat
Der Dienstvertrag von Lukas wurde Dienstag in beiderseitigem Einverständnis aufgekündigt – ein Jahr vor dem Abschluss der Lehre. Der ertappte Lukas gibt sich im Rückblick reumütig: „Es tut mir persönlich leid.“ Was er gelernt hat? „Ich werde nichts mehr, was die Arbeit betrifft, auf Facebook schreiben und habe meinen Account privat gemacht.“ Na dann…

Dana Müllejans

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