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Terror in Brüssel

Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen in Wien

Unter den Opfern der mutmaßlichen Terroranschläge in Brüssel befinden sich nach derzeitigem Erkenntnisstand keine Österreicher. Dennoch wurden Krisenstäbe im Außenministerium in Wien sowie an der österreichischen Botschaft in Brüssel eingerichtet, wie der Sprecher des Außenministeriums, Thomas Schnöll, am Dienstag auf APA-Anfrage mitteilte.

Insgesamt sind in der belgischen Hauptstadt derzeit fast 4.000 Auslandsösterreicher registriert. Sie wurden via SMS kontaktiert und ersucht, den Anweisungen der belgischen Sicherheitsbehörden zu folgen und öffentliche Verkehrsmittel zu vermeiden. Mittlerweile ist der öffentliche Verkehr in Brüssel generell eingestellt, auch mehrere Straßentunnel wurden im Laufe des Vormittags gesperrt.

Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen in Österreich
Obwohl in Österreich nach den Terroranschlägen in Brüssel weiterhin nur eine "abstrakte Gefährdung" gegeben ist, sind die Sicherheitsmaßnahmen dennoch verschärft worden. Insbesondere an Flughäfen, öffentlichen Verkehrsmitteln und bei internationalen Einrichtungen ist die Polizeipräsenz verstärkt worden. Koordiniert werden die Aktivitäten von einem Krisenstab.

Krisenstab einberufen
Dem Krisenstab gehören Vertreter von Innen-, Außen-, Verteidigungs- und Infrastrukturministerium an. Die Maßnahmen werden teilweise zwar sichtbar sein, es gibt aber "keine Auswirkungen auf den aktuellen Lebensalltag", sagte Innenministeriums-Sprecher Karl-Heinz Grundböck. Der Direktor des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), Peter Gridling, wollte für Österreich keine Entwarnung geben: "Wir können uns da nicht ausnehmen. Die Bedrohung durch den islamistischen Terror ist hoch."

Verschärfte Kontrollen am Flughafen Schwechat
Die Sicherheitsmaßnahmen am Flughafen in Wien-Schwechat wurden ebenfalls erhöht. So waren seit der Früh mehr Polizisten "sowohl in Uniform als auch Beamte in Zivil" unterwegs, sagte Markus Haindl von der Landespolizeidirektion NÖ. Der Einsatz geschieht in Abstimmung mit der Spezialeinheit Cobra. An den Personenkontrollen ändert sich nichts, da diese seit den Terroranschlägen in Paris bereits hoch sind. "Sie sind äußerst intensiv", sagte Haindl.

Auch bei den ÖBB verwies man auf die bereits bestehenden sehr hohen Sicherheitsstandards. Derzeit gebe es "keinen Bedarf" diese noch weiter zu verschärfen, man sei aber in engem Kontakt mit den Behörden, sagte eine Sprecherin. Auswirkungen auf den Fahrplan gibt es keine.

Anlass zur Sorge, aber keine Panik
Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) sieht nach den Brüsseler Terroranschlägen zwar Anlass zur Sorge, aber keinen Grund für Panik. Das sagte die Ressortchefin in einem kurzen Pressestatement Dienstagmittag. Über österreichische Opfer ist der Ministerin zum gegenwärtigen Zeitpunkt nichts bekannt.

Vor Reisen abgreaten
Das Außenministerium hat die Reisewarnstufe für Belgien von 2 auf 3 erhöht. Es wird daher von allen nicht notwenigen Reisen abgeraten.

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