Neo-Nazi-Aufmarsch mit Schweinen gegen Flüchtlinge

Schweinischer Spaziergang

Neo-Nazi-Aufmarsch mit Schweinen gegen Flüchtlinge

Sie nennen es einen „schweinischen Spaziergang“. Die Rechtsnationale und völkisch aufgeladene Klein-Partei PDV ruft in der Steiermark zu einer diskussionswürdigen Aktion auf. Am 19. März will man gemeinsam mit einheimischen Bauern und ihren Schweinen (Anm. an der Leine) nicht nur gegen die aktuelle Regierung sondern vor allem gegen Flüchtlinge demonstrieren.  

„Wie lange wird es noch Bauern geben, wenn keiner mehr unser hochwertiges Schweinefleisch, dass unsere Bauern produzieren essen kann, weil einerseits kein Islamist Schweinefleisch isst, und zum zweiten, weil sie mit den landwirtschaftlichen Großkonzernen, die mit unseren Geldern subventioniert werden, preislich nicht mithalten können!! Wo sind sie alle.. die grünen ‚Schützer unserer Heimat‘ ??“, hetzen sie auf ihrer Facebook-Page. Auch wenn in der Veranstaltung betont wird, dass rassistischen Plakate und Sprüche unerwünscht seien, fiel die Gruppierung in der Vergangenheit immer wieder durch derlei Parolen aus der rechten Ecke auf.

Demo in Wien am Wochenende
Auf Anfrage des STANDARD heißt es seitens des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes, dass es sich bei der Partei um eine „militant-rechtsextreme Gruppe, deren Führungskader sich im Neonazismus bewegen“ handelt. Die rechtsextreme Kleinpartei plant auch in Wien eine Aktion. Am Samstag um 13 Uhr wollen sie am Ballhausplatz aufmarschieren, um gegen die Regierungspolitik zu demonstrieren. Unter dem Titel "Wir fordern Neuwahlen und Raus aus der EU!" ist ihnen vor allem der aktuelle Flüchtlingskurs zu lasch. Auf Facebook skandieren die Recken: „Wir haben von dieser Politik und dieser Regierung die Schnauze voll!“.

„WIR MÜSSEN UNSERE GRENZEN SCHLIESSEN, WIR MÜSSEN DIE LEUTE, DIE KEINEN FLÜCHTLINGSSTATUS NACH DER GENFER KONVENTION HABEN WIEDER ZURÜCK IN IHRE HEIMATLÄNDER BRINGEN! WIR KÖNNEN NICHT DIE GANZE WELT ERNÄHREN ! SCHIMPFT NICHT, TUT WAS !!!“, heißt es in der Gruppe der Veranstalter weiter.

Neonazistischer Hintergrund
Die Hintermänner sprechen von einer „großen Demo“, zugesagt haben bisher knapp 800 Personen. Die Partei bezieht ihre Mitglieder teilweise aus dem Neo-Nazi-Milieu. Die Partei gibt sich betont völkisch. Die Partiespitze fiel in der Vergangenheit immer wieder durch NS-Propaganda und Aufrufe zur Gewalt gegenüber Flüchtlingen auf.

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