Strache: Sein Deckname war

Neue Enthüllungen

© (c) APA/ROBERT JAEGER

Strache: Sein Deckname war "Heinrich"

Am Montag vormittag versuchte Heinz-Christian Strache die große Entlastungs-Offensive (hier alle Details nachlesen) , am Abend folgte dann ÖSTERREICH mit der nächsten Enthüllung über den FP-Chef. Die Story wirft ein weiteres Schlaglicht auf die rechtsextreme Vergangenheit des Politikers.

Platz 226 auf Liste
Es war im Sommer 1991, als im Zuge einer Razzia bei dem damals bekennenden Neonazi Franz Radl in Fürstenfeld ein umfangreiches handschriftliches Telefonverzeichnis gefunden wurde, das nichts weniger als ein „Who is Who“ der rechtsradikalen Szene Österreichs enthielt.

Die Beamten des Innenministeriums hatten alle Mühe, Radls Gekritzel zu entziffern. Doch das amtliche Transkript in der Amtsakte Radl lässt sich sehen: Auf Platz 226 der brisanten Liste scheint nämlich der Name „Heinrich Strache“ auf. Unter der zugehörigen Telefonnummer erreichten die Ermittler damals die Mutter des nunmehrigen FPÖ-Chefs Heinz-Christian Strache. Ein Zufall? Wohl kaum, denn es handelte sich nach Polizeiangaben um eine Geheimnummer.

Deckname „Heinrich“?
Es ist bekannt, dass sich die Angehörigen der damaligen rechtsradikalen Gruppierungen gerne mit Tarnnamen schmückten. So auch Strache? Der FPÖ-Chef bezeichnet diese Darstellung bisher als „Gschichterl“.

Heinrich wie Himmler?
Doch im aktuellen „profil“ bestätigt eine Tocher des rechtsradikalen NDP-Gründers Norbert Burger, dass Strache sich damals tatsächlich so nennen ließ.
Warum aber ausgerechnet „Heinrich“? Diese Frage beantwortet ein ÖSTERREICH-Informant, der sich damals im Umfeld Straches bewegte: „Das war eine Anspielung auf SS-Reichsführer Heinrich Himmler“. Strache war dazu gestern gegenüber ÖSTERREICH zu keiner Stellungnahme bereit.

Volkstreue Offensive
Langsam klärt sich jedenfalls das Rätsel um jene Gruppierung, mit der Strache in den Wäldern rund um den Kärntner Ulrichsberg wehrsportlich unterwegs war. Offenbar handelt es sich um eine Ablegergruppierung der 1994 in Deutschland verbotenen „Nationalistischen Front“, die „Volkstreue Jugend-Offensive“. Mitglieder waren damals die bekannten Rechtsextremen Franz Radl, Andreas Thierry und - pikant - ein langjähriger Vertrauter von „Aufdecker“ Ewald Stadler, dem die Fotos zugespielt wurden.

Welche Rolle Strache in der „Volkstreuen Jugend-Offensive“ spielte, ist unklar. Klar ist aber mittlerweile, dass ihn die rechtsextreme Szene unter seinem Tarnnamen kannte. Ein Insider: „Es war immer von Heinrich die Rede, wenn in diesen Kreisen von Strache geredet wurde.“

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