26. Jänner 2012 18:25

Parlament 

Eklat im U-Ausschuss: 1. Zeuge sagte ab

Paukenschlag in Wien: Telekom-Regulator Georg Serentschy erschien nicht.

Eklat im U-Ausschuss: 1. Zeuge sagte ab
© APA/Robert Jäger
Eklat im U-Ausschuss: 1. Zeuge sagte ab
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Der spannendste Zeuge war der, der nicht kam. Serentschy sollte am Donnerstag ab neun Uhr vor dem Korruptions-U-Ausschuss aussagen. Die Fraktionsvorsitzenden erwarteten sich von ihm erhellende Auskünfte zur Universaldienstverordnung, die auf Wunsch von Ex-Minister Hubert Gorbach (BZÖ) erlassen wurde – und die der Telekom insgesamt zehn Millionen Euro gebracht haben soll.

Video: So tagt der U-Ausschuss



Schlichtes Mail statt Erscheinen im Parlament
Doch Serentschy erschien nicht. Am Vorabend um 18.55 Uhr hatte er sich per Mail bei der Vorsitzenden Gabriela Moser (Grüne) entschuldigt. „Ich hab das Mail nur zufällig gesehen, weil ich noch einmal ins Büro gegangen bin.“

Die Empörung war groß. „Das ist mit Sicherheit eine rechtswidrige Vorgangsweise“, sagt Peter Pilz von den Grünen vor Beginn der Sitzung. „Serentschy hätte kommen müssen und uns dann hier die Gründe darlegen können, warum er nicht aussagen will“, so Pilz gegenüber ÖSTERREICH.

Stefan Petzner (BZÖ), der aus Protest gegen die schleppende Aktenübermittlung eine schwarze Rose am Revers trug, sah sich in seiner Forderung, die Causa Telekom erst später zu behandeln, bestätigt.

Ob er ab kommenden Dienstag kommt, ist offen
Gegen Serentschy wurde beim Bezirksgericht Innere Stadt eine Ordnungsstrafe beantragt. Die Höhe betrug bei vergangenen Ausschüssen zwischen 1.000 und 2.000 Euro.

Der Regulator wurde bereits für die nächste Sitzung am kommenden Dienstag neuerlich geladen. Selbst wenn er dann kommt, muss er die Strafe zahlen. Kommt er beim dritten Termin wieder nicht, wird er polizeilich vorgeführt.

Serentschy begründete sein Fernbleiben so: Er habe erst Mittwoch erfahren, dass er „von der Staatsanwaltschaft seit mindestens 10 Monaten als Beschuldigter geführt wird“, deshalb könne er sich der Aussage entschlagen. Er stehe dem Ausschuss aber später zur Verfügung – ob er am Dienstag komme, ließ er aber offen.

Paint-Ball-Freund Straches als Zeuge
Die erste Auskunftsperson im U-Ausschuss war dann Eva-Maria Weissenburger vom Infrastrukturministerium. Danach sagten noch drei weitere Ministeriums-Beamte aus, darunter Andreas Reichhardt, Sektionsschef im Infrastrukturministerium. Pikant: Er hat alte Verbindungen zur FPÖ: 2008 tauchten Fotos auf, die ihn bei Wehrsportübungen mit FPÖ-Obmann HC Strache zeigen.
 

Pilz: "Beim dritten Mal dann mit Polizei"

ÖSTERREICH: Georg Serentschy hat kurzfristig abgesagt. Was tut der Ausschuss jetzt?
PETER PILZ: Das ist ein klarer Gesetzesbruch. Das kann sich der Ausschuss nicht gefallen lassen. Wir haben beim Bezirksgericht Innere Stadt eine Ordnungsstrafe gegen ihn beantragt.

ÖSTERREICH: Wie hoch kann die sein?
PILZ: Das entscheiden die Gerichte. Es wird sich in der Höhe von 1.000 bis 2.000 Euro bewegen. Die Strafe wird ihm also nicht wirklich wehtun.

ÖSTERREICH: Wird Serentschy nun polizeilich vorgeführt?
PILZ: Wir haben Georg Serentschy bereits für 31. Jänner wieder geladen – unter Androhung polizeilicher Vorführung. Wenn er bei der dritten Ladung wieder nicht kommt, wird er eben polizeilich vorgeführt.

Debora Knob

Größter U-Ausschuss aller Zeiten
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Stefan Petzner (BZÖ) und Peter Pilz (Grüne)
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Stefan Petzner (BZÖ)
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Stefan Petzner (BZÖ)
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Stefan Petzner (BZÖ)
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Stefan Petzner (BZÖ)
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Vorsitzende Gabriela Moser
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ÖVP-Fraktionsführer Werner Amon
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24 Postings
henrisaint meint am 27.01.2012 12:26:22 ANTWORTEN >
Fragen sollte man einmal wo immer soviel Geld herkommt, dass zu verteilen man in der Lage ist. Das ist möglich indem man das Dienstleistegesetz nach eigenen Vorstellungen interpretiert.
Tunichtgut meint am 27.01.2012 12:00:00 ANTWORTEN >
Also fix ist einmal, dass die Telekom mit Hilfe des korrupten FPÖ/BZÖ Politiker Hubert Gorbach, Gesetze ,natürlich mit Steuergeld , illegal gekauft hat !
Das bestätigen die erschienen Zeugen!
Nur wie soll man es letztendlich beweisen- siehe Ex-FPÖ -Vorzeigebuberl und lebende Unschuldsvermutung KHG- jeder weiß es, nur stehen auf den gestohlenen und unterschlagen Schwarz -und Schmiergeldpäckchen leider keine Namen!
Einzige Möglichkeit wäre da die Anwendung des „Mafia-Paragraphen“ !
Die Telekom (Verantwortlichen) hat die Gesetzgebung vorsätzlich untergraben , mit dabei korrupte ,ehemalige Regierungsmitglieder, der
verschWENDEregierung FPÖ/ÖVP ! Also wo würde der Paragraph besser zur Geltung kommen, wenn nicht hier-
Man muss diesen Verbrechern endlich einmal die Grenzen aufzeigen, momentan bleibt nur die Hoffnung, dass sich einer etwas übergangen fühlt, der Neid ihn packt und so etwas Licht in die Sache bringt!

bei den “Tierschützerterroristen“ war man schnell mit PC-beschlagnahmung, Handyüberwachungen, U-Haft und letztendlich mit dem Zerstören von Existenzen- alles unter dem Deckmantel --Bildung einer kriminellen Organisation!

geRechtes Österreich...........................
Den Weg meint am 28.01.2012 15:11:13
des geringsten Widerstandes zu gehen, ist bei unserer Justiz, ja gang und gäbe.
Bei den Großkopferten ist doch immer Korruption im Spiel, daher müssen sie vorsichtig
agieren, um vielleicht nicht selber in diesem Getriebe zu landen. Schön langsam muss
man sich fragen, wer hat bei uns keine "Leichen" im Keller?
Da geht es bei den Tierschützern schon leichter die setzten sich ja für eine gute Sache ein. Wobei es für mich unverständlich ist, dass der Begriff "Sache" bei einem Tier zur Anwendung kommt.
Mag. Robert Cvrkal meint am 27.01.2012 07:47:44 ANTWORTEN >
Der eigentliche Skandal ist es, wie leicht es für Lobbyisten ist für sich für genehme Gesetze zu kaufen. Sie z. B. Beitrag Kronen-Zeitung. Wenn Politik und Wirtschaft geschickt zusammenspielen kann dies immer wieder zum Nachteil der Gemeinschaft der Österreicher und Österreicherinnen wieder passieren, solange das Volk nicht die Möglichkeit bekommt als kollektiver Korrekturmechanismus solchen Begehren entgegenzuwirken:

cvrkalrobertmeinte am 26.1.2012 22:16 Wir brauchen einen Bürgerentscheid um vom Gesetzgeber erlassene Vorschriften beeinspruchen bzw. an diesen zurückweisen zu können, wenn durch ein Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Schaden für die Bevölkerung entsteht. Sollte dann der Gesetzgeber einen Beharrungsbeschluß setzen dann muß es zu Neuwahlen innerhalb von 6 Monaten kommen, weil sich die Abgeordneten damit eindeutig über den Volkswillen hinweggesetzt haben und damit das Vertrauen gebrochen wurde. 27 Leser sind auch dieser Meinung. zustimmen

Aktion 21 pro Bürgerbeteiligung nimmt die Ängste der Bevölkerung ernst und sucht Lösungen für eine echte Bürgermitbestimmung.
franzjosefs meint am 27.01.2012 07:22:21 ANTWORTEN >
Das ist solide Wertarbeit. Die Telekom hat ein Gesetz bestellt und es genauso bekommen. Was ist schlimm daran. Vom Christkind darf sich ja auch jeder wünschen, was er will.
http://gedaunknsplitta.blog.de
kob37 meint am 27.01.2012 03:00:41 ANTWORTEN >
und bei nicht bezahlen gleich absitzen tagessatz 50€*das wäre mal was
kob37 meint am 27.01.2012 02:59:30 ANTWORTEN >
eine ordnungstrafe ab 50.000 würde das kommen, erleichtern*gg
elmer meint am 26.01.2012 21:34:40 ANTWORTEN >
Der U- Ausschuß ein zahnloses Werkzeug wo sicher wie schon immer nichts herauskommt.
Ein politisches Kasperltheater mit dem man dem Volk vorspielt etwas gegen Korruption zu tun.
Wer Hundertausende und mehr kassiert für den sind 2000€ Strafe eine Kleinigkeit.
RAUNZER Blues meint am 26.01.2012 19:18:02 ANTWORTEN >
Frage ist: Welchen Mittwoch meint er damit. Soviel ich weiß, gibt es 52 davon.

Was macht er wenn sein Gehalt auf einen Mittwoch bezahlt wird?

Verweigert er die Annahme, da er ja nichts davon wusste.
1,000,- bis 2,000,- EURO Geldstrafe. Sofort ein Spendenkonto einrichten.
Zillertaler333 meint am 26.01.2012 12:52:29 ANTWORTEN >
Ich denke ,da werden schon mehr Zeugen ausfallen,die waren sicher von den Korupten
mit Schweigegeld bezahlt worden.
greekgirl meint am 26.01.2012 12:47:36 ANTWORTEN >
Da bereichert man sich zuerst, und dann ist man eine Mimose und erscheint nicht vor einem Unterausschuß. Ich bin auch kein Freund der Unterausschüsse, man sollte eher die Gerichte und Staatsanwälte aufstocken, denn diese Gauner haben nichts anderes verdient als gleich mit den Gerichten zu tun zu haben. Und wenn sie verurteilt sind, dann haben sie auch nichts anderes verdient als Wasser und Brot. Viele laufen nämlich immer noch frei herum, welche schon längst auf kleinerem Raum leben sollten ohne Frau, Kinder und Luxus.
Zillertaler333 meint am 26.01.2012 12:46:11 ANTWORTEN >
Der erste Zeuge zittert schon,ein Mafiosi steht schon hinter Ihm.
SilentPain meint am 26.01.2012 12:43:03 ANTWORTEN >
Ein Kasperltheater auf Steuerzahlerkosten! Wahnsinn!

Der „Regulator“ erscheint nicht, obwohl ich dazu anmerken möchte: „Erscheinen“ tut lediglich der Heilige Geist!-)) Er ist nicht gekommen!
Das wühlte die „Aufdecker-Gemeinde“ mächtig auf und nun werfen sie mit Drohgebärden um sich.
Dann die Zeugin Weissenburger! Ha, ich musste echt lachen - „Ich kann mich nicht erinnern“, "Das ist mir nicht bekannt", "Von einer solchen Besprechung weiß ich nichts", "Ich habe weder Geld bekommen noch ist mir was angeboten worden"! Frage: Ist sie mit unserem Bundeskanzler verwandt?-))

So, mit diesen sehr dringend notwendigen Antworten sind wir ein gehöriges Stückchen weitergekommen! Sie hat entscheidende Hinweise geliefert, die zur Klärung der Korruptions-Causa wesentlich beitragen!-))
Wer glaubt, dass der „Regulator“ mehr gewusst hätte? Also ich nicht! Drum machen Pilz & Co jetzt gehörig Druck und wollen ihn in den Ausschuss zerren, ihn herausfordern und Druck auf ihn ausüben, um protakollarisch festzuhalten, dass er nicht viel weiß und woran er sich nicht mehr erinnern kann! Ich schätze mal, dass der Großteil der Zeugen so agieren wird – wie Pilz es sagte: „Ja, wir halten uns an die Regeln!“ (… an die Regeln nichts auszuplaudern!)
derUngustl meint am 26.01.2012 12:06:38 ANTWORTEN >
Ha ha ha ha ... da zeigt sich ja schon von Anfang an, was dieser Ausschuss Wert ist. Ich frage mich nach wie vor, für was wir eine Justiz haben und für was dieser komische Ausschuss eigentlich gut sein soll? Kommt die Justiz ihrer Arbeit nicht nach? Schaut ja fast so aus. Was soll dieser Zirkus?
Echt Ganz Super meint am 26.01.2012 12:02:46 ANTWORTEN >
wie der Ausschuss geführt wird ggg
Es ist zum schreien

Bei einer kurzfristigen Ermittlung der Staatsanwaltschaft, in der der Beschuldigte keine Akteneinsicht erlangte ist dies meines Wissens zuläßig fern zu bleiben.

Nur weiter so und ausser Spesen nichts gewesen;-((

franzjosefs meint am 26.01.2012 12:01:57 ANTWORTEN >
Es wird nicht die einzige Absage bleiben Am Schluss wird der Ausschuss das sein was schon sein Name erahnen lässt - Ausschuss.
http://gedaunknsplitta.blog.de
kaffeehäferl meint am 26.01.2012 11:08:19 ANTWORTEN >
""er werde nun als beschuldigter geführt und nicht mehr als zeuge""
also im ernst jetzt, würde das einem normalo von uns genau so passieren, würde ich dort auch nicht erscheinen und den termin verschieben. sofern es zulässig ist? dass wenn ich erst 24 std. vorher erfahren habe nicht mehr als zeuge dort zu erscheinen sonder als eben beschuldigter.
jeder hat das recht? vorher zu erfahren was mich in einer verhandlung erwartet und was ich dort zu tun habe. ich find einfach jetzt schon eine schlampig geführte untersuchung wenn solche fehler passieren und dadurch wieder nichts rauskommt. weil die ja alle das recht haben vorinformiert zu werden?
naja, ich glaub sowieso nicht das da was rauskommt
lenin021 meint am 26.01.2012 09:29:05 ANTWORTEN >
Satisfaction für alle.....unterm Strich werden wieder ein paar Millionen angezündet. Es kommt nichts heraus. Wie gesagt: alle Abgeordneten, Personen im Dunstkreis dieser Menschen sowie Banker (ab Jahreseinkommen von 150.000) in ein Raumschiff und ab ins übernächste Universum. Das ist das einzige was da noch helfen kann. Das wäre ehrlich! Alles andere ist eine Farce.
Der U-Ausschuß meint am 26.01.2012 08:52:51 ANTWORTEN >
ist doch nur ein Kasperltheater um die Bürger zu beruhigen und Steuergelder zu verschwenden. Wie man sieht nimmt den sowieso niemand ernst. Der nächste sagt ab wegen Bauchweh auf der kleinen Zehe. Ist doch ehrlich alles lächerlich. Die hacken sich doch gegenseitig kein Auge aus.
elmer meint am 26.01.2012 08:37:59 ANTWORTEN >
Wenn die Ergebnisse so aussehen wie die Vorsitzende wird es sehr bescheiden sein.
Und das Bio Obst meint am 26.01.2012 08:35:55 ANTWORTEN >
zahlt auch wieder der Steuerzahler!!! Haben die Herrschaften das Volk nicht schon genug ABGEZOCKT??? Wenn sie Bio Obst wollen und brauchen so sollten sie´s selber bezahlen. Ich kann auch nicht hergehen und meinem Chef sagen er müsse mein Essen das ich während der Arbeitszeit brauche bezahlen!
derUngustl meint am 26.01.2012 07:59:35 ANTWORTEN >
Die können ruhig ein Obst fressen, das anständig gespritzt wurde. Von mir würden die gar nichts bekommen. Wenn man vom Gericht geladen wurde, gibt es ja auch nicht zu futtern.
Zillertaler333 meint am 26.01.2012 07:49:01 ANTWORTEN >
JA,so sans de KORUPTEN POLITIKERSLEUT (jo so sans de olten Rittersleut)
c.h meint am 26.01.2012 07:00:10 ANTWORTEN >
Diese Grüne sollte lieber Bio Obst für die armen Alleinerziehenden und Mindestrentner "ordern". Noch besser, sie geht selber einkaufen. Ist doch wieder einmal ein Hohn. Wo es sehr viele Menschen in unserem Land gibt, die sich Bio Obst nich leisten können.
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