Umfrage: Hofer vorne - Van der Bellen lauert

Duell um die Hofburg

Umfrage: Hofer vorne - Van der Bellen lauert

Noch eine Woche bis zur Hofburg-Wahl – und das Rennen wird immer spannender. Wie die letzte Gallup-Umfrage vor der Wahl zeigt (600 Befragte in der Zeit von 10. 5. bis 11. 5.), ist Norbert Hofer zwar Favorit, doch auch für den Außenseiter Alexander Van der Bellen ist noch alles drinnen.

Alle Wähler: Würde heute schon gewählt, könnte Hofer mit 49–57 % der Stimmen rechnen, Van der Bellen käme auf 43–51 %. Vergleicht man die Mittelwerte, steht es also 53:47 % für Hofer.

Auf den ersten Blick eine klare Sache, doch auf den zweiten wird es schon enger. Dieses erste Ergebnis zeigt nämlich das Wahlverhalten aller Österreicher. Nimmt man aber die Zahlen der Befragten, die sicher zur Wahl gehen, oder derer, die schon fix entschlossen sind, ergibt sich ein anderes Bild.

Sichere Wähler
Nur 69 % aller Befragten geben nämlich an, sicher am kommenden Sonntag wählen zu gehen. Bei diesen „sicheren Wählern“ (siehe Grafik) steht es plötzlich unentschieden. Hier kommen beide Kandidaten auf eine Bandbreite von 45 bis 55 %, bei den Mittelwerten steht es also 50:50.

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Hofers Gefahr: Seine Wähler bleiben diesmal daheim
Fix-Entschlossene: 80 Prozent aller Befragten geben an, sich schon fix entschieden zu haben, wen sie wählen. Und bei diesen Wählern dreht sich das Ergebnis um. Bei den Entschlossenen liegt Van der Bellen mit 46–56 % vor Hofer mit 44–54 %.

Fazit: Hofer ist zwar Favorit, hat aber eine Gefahr: Viele Protestwähler, die im 1. Wahlgang für ihn gestimmt haben, könnten durch das darauffolgende Polit-Beben – auch durch den Rücktritt von Bundeskanzler Faymann – bereits besänftigt sein.

Eine niedrige Wahlbeteiligung nützt Van der Bellen, Hofer muss „seine“ Protestwähler noch einmal mobilisieren. Spannend wird auch der Kampf um ehemalige Griss-, Hundstorfer- und Khol-Wähler. Ein Blick auf die Ergebnisse zeigt, dass auch hier Van der Bellen vorne liegt.

Wohin die Wähler gehen: Van der Bellen holt mehr
Alexander Van der Bellen muss gegenüber der ersten Wahl 15 % auf Norbert Hofer gutmachen. Laut Umfrage ist das drin: Er gewinnt in jedem Fall die meisten Stimmen der Hundstorfer-Wähler, liegt bei den ehemaligen Griss-Wählern klar vorne und könnte auch bei jenen, die in Durchgang eins für Khol gestimmt haben, zumindest genauso viel wie 
Hofer holen.

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