10. September 2010 20:17

Heiße Phase 

Wahlkampf: Häupl bremst Strache

Franz Voves zittert dagegen um seinen Platz 1 in der Steiermark.

Wahlkampf: Häupl bremst Strache
© Kernmayer

Im Konfettiregen zog Heinz-Christian Strache am Wiener Viktor-Adler-Markt bei seiner Wahlkampf-Premiere im roten Favoriten so richtig vom Leder: Gegen die Verschwender im Rathaus – und vor allem gegenüber dem roten Wien, „wo inzwischen das Kopftuch die Voraussetzung für die Gemeindewohnung ist.“

Gemütlicher geht es da schon Straches Lieblingsgegner Michael Häupl an: Heute lässt er sich beim „Fest für Häupl“ in der Rinderhalle in „Neu Marx“ feiern, gestern trat er bei einem Event der SP-Frauen auf, davor bei den Jungen Roten – wo auch Häupls Sohn Bernhard als Zählkandidat wahlkämpft.

FPÖ steigt ab
Grund für Häupls Gleichmut: Der blaue Wahlkampfmotor stottert in Wien gewaltig. Gegenüber der letzten Gallup-Umfrage Ende der Vorwoche verliert die FP diesmal zwei Prozentpunkte – und ist mit 21 Prozent meilenweit von Jörg Haiders Top-Ergebnissen um die 27 Prozent entfernt.

Sonntagsfrage_Wien.jpg

Die Umfrageergebnisse für Wien

Strache setzt auf Islam-Sondersitzung
Schon Wochen vor der Wahl am 10. Oktober spielt der FP-Chef deshalb seinen wohl letzten Trumpf aus: Er berief einen Sonderlandtag zum Thema Minarett-Verbot ein – um mit Anti­islamismus als einzigem Top-Thema noch einmal zu punkten.

Indes schnurrt der rote Wahlkampfmotor langsam auf immer höheren Touren: Am Sonntag gibt sich sogar Kanzler Werner Faymann als Basis-Wahlkämpfer. Beim Welttag des Kindes tritt Faymann in Liesing auf, um für „seinen“ Bürgermeister Stimmung zu machen. Die Wiener ÖVP lässt heute Josef Pröll beim Erntedankfest als Hauptredner auftreten – mangels Zugkraft von Spitzenkandidatin Christine Marek.

Steiermark für SP-Wien das größte Risiko
Eigentlich ist man in der Wiener SPÖ rundum zufrieden. Wäre da nicht das damit verbundene Risiko, dass zwei Wochen vor der Wiener Wahl, am 26. September die Steiermark wählt, – denn dort wird es mittlerweile extrem knapp für SP-Landeschef Franz Voves. Tatsächlich dürften derzeit Landeshauptmann Voves und VP-Angreifer Hermann Schützenhöfer mit aktuell 37 zu 37 Prozent praktisch gleichauf liegen.

Sonntagsfrage_STMK.jpg

Die Umfrageergebnisse der Steiermark

FPÖ und Grünen droht doppelter Absturz
Und auch in der Steiermark gilt: Die FPÖ und die Grünen kommen nicht vom Fleck. Den skandalgebeutelten Landesblauen liefen wegen „Hitlerspielen“ gleich drei Bürgermeister davon.

In Wien herrscht bei den Grünen nach dem Abgang von Bundesrat Stefan Schennach und der Spaltung zweier Hoffnungsbezirke Tristesse pur. Und in der Steiermark, wo Budgetsprecher Werner Kogler einspringen musste, fällt man einfach gar nicht auf.


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16 Postings
AlreadyGone meint am 17.09.2010 19:14:10 ANTWORTEN >
@Staatsfreund
Sie schreiben mit Abstand immer noch die besten Kommentare.

"So kommen die Politiker zum Bürger und nicht das Plakat oder Inserat."

Das wollte ich direkt auch schon einmal sagen, weil ich war gestern zu Mittag wo Essen und da hänge ein Plakat von ehschowissen herunter der mich angrinste während ich meine Palatschinken aß.
Apropos im 23.Bezirk haben wir vom BZÖ genau 1 Plakat, das hat Sonnleitner mir heute bestätigt als wir ca zu 10 beim Rivergate(wien XX) waren.
Staatsfreund meint am 13.09.2010 08:34:31 ANTWORTEN >
Euer Staatsfreund fragt, warum die auf Platz 5 antretende Partei BZÖ und auf Platz 6 liegende KPÖ nicht angeführt ist?

Objektiver Journalismus gibt immer ein gesamtes Abbild ab und entscheidet nicht darüber, was für die Leser von interesse sein könnte.

Nix für Ungut
Watschenmann meint am 11.09.2010 19:42:02 ANTWORTEN >
Ja, eh klar das der Häupl jetzt auch Ausländersprüche klopft. Ich frage mich bloß warum er jetzt so viel verspricht was er nicht alles machen wird. Bitte warum hat er das alles nicht schon längst gemacht? Die Roten hatten ja die die ganze Zeit die absolute Mehrheit.

So werden halt die Wähler wieder hinters Licht geführt und ändern tut sich rein garnix. Es ist sehr leicht bei jeder Wahl immer die gleichen Versprechungen zu machen weil sie ja nie umgesetzt werden. Arbeitsmäßig sind die roten Bonzen reine Versager und leben wie die Maden im Speck. Täuschen den Wähler und bringen zusehens Verderben über unsere Stadt.



Tunichtgut meint am 12.09.2010 11:30:15
@Watschenmann
kannst du immer gleich alles verwirklichen
was du gerne tun möchteset?
bei mir scheitert´s ständig an den finanziellen
Mitteln die mir zur Verfügung stehen-
gute Ideen hätte ich genug............
besser kleine Schritte vorwärts als
einen zurück!
Andy323 meint am 11.09.2010 18:31:02 ANTWORTEN >
Sollten sie wieder den Saufkopf wählen, dann haben sie es warlich nicht anders verdient. Dann sollen sie zusammen mit ihm untergehen.
MrPasta meint am 11.09.2010 16:07:08 ANTWORTEN >
sorgen macht mir nur, dass häupls hassjugend belohnt wird am wahltag - wenn man den umfragewerten trauen darf. siehe hier, wie sie die fpö in 3 tagen bekämpften: http://www.youtube.com/watch?v=UTJqzP4Y0xo

aber man soll ja bekanntlich nicht die umfragen, sondern die wahlen gewinnen.
kementatore meint am 11.09.2010 11:18:00 ANTWORTEN >
für die umliegende gastronomie wäre es ein schlag ins gesicht - würde häupl nicht wieder bürgermeister, die einnahmen würden dramatisch sinken !!!
ichglaubsnicht meint am 11.09.2010 10:09:58 ANTWORTEN >
zitat: "Er berief einen Sonderlandtag zum Thema Minarett-Verbot ein – um mit Anti­islamismus als einzigem Top-Thema noch einmal zu punkten."

sehr gut! mehr desselben, nunmehr sogar ausschließlichen islamophobischen probaganda-schwachsinn, ist das beste aller mittel! damit dürfte sogar dem "kleinen mann" bewusst werden, WORUM es wirklich geht, wie egal der selbsternannten "hoffnung" doch seine "hoffnungslosen" und ihre alltäglichen probleme sind.

es sei denn, der "kleine mann" sieht in den zahlreich vorhandenen minaretten den grund seines/allen übels, dann gibt es für ihn tatsächlich keine hoffnung mehr, auch keine selbsternannte, versteht sich.
karpfen meint am 11.09.2010 18:44:58
@ign
Wie immer: heisse Luft. Schön langsam kommen immer mehr darauf-
Minarettverbot und Wiener Blut (und Boden), das war es auch schon.
Lächerlich. Fpö stagniert, wie von uns vorhergesagt.
TWITTER meint am 11.09.2010 08:03:31 ANTWORTEN >
Straches Wahlkampf "is lahm"
Tunichtgut meint am 11.09.2010 05:58:26 ANTWORTEN >
kein Wunder wenn sich der Bumsti aus Feigheit
die Latte nur auf 20% legt-(dem Kellernazi hat er aus Freundschaft 30% verordnet)
aber was quaselt er dann immer von "Bürgermeister werden wollen"-hat er das Prinzip der Demokratie noch nicht
verstanden?
karpfen meint am 11.09.2010 16:49:58
Anders geht es bei denen nicht - geistige Luftpumpen a la Schleimi und gar nichts dahinter.
Tunichtgut meint am 11.09.2010 05:50:53 ANTWORTEN >
Voves Wiederwahl käme einer willkommenen
politischen Sensation gleich!
Voves Erfolg kam grösstenteils durch die Unfähigkeit seiner Vorgängerin zustande,die mit Ihrer teils korrupten Art für
viele unwählbar geworden ist-
Den Landeshauptmann zu verteidigen wird sicherlich um einiges
schwieriger werden,obwohl der Gegener vom selben Holz wie seine Vorgängerin ist!
Ich wünsche dem Voves alles Gute,denn alles andere als Schwarz+Blau ist ein Segen für Österreich!
Akademiker meint am 10.09.2010 22:55:49 ANTWORTEN >
Nadelstreif- und Pseudo-Sozialisten ohne jeden Bezug zur Realität wie ein Häupl oder ein Faymann (der sich mit monatlich EUR 20.000.- NICHT (!) als REICH bezeichnet - siehe Report-Sommergespräch) gehören endlich radikal aus ihren Ämtern gefegt!!!!!!!!!!!!!!!!
helmut65 meint am 10.09.2010 22:46:08 ANTWORTEN >
Kein Wunder, teure Werbung in allen Zeitungen für Häupl, selbst Wiener Gemeindebetriebe machen intensive Werbung, was sie nicht alles getan haben. Hier gewinnt ganz einfach das Kapital und nicht die Überzeugung. Recht geschieht den Wienern.
Staatsfreund meint am 13.09.2010 08:39:37
Euer Staatsfreund beobachtet bei den Aktionen aller Parteien ausgerechnet beim BZÖ hohen persönlichen Einsatz der Funktionäre und am wenigsten Plakate und Ständer.
Eine angenehme Form der Wahlwerbung.
So kommen die Politiker zum Bürger und nicht das Plakat oder Inserat.

Nix für Ungut
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