Wahlkampf: Häupl bremst Strache

Heiße Phase

© Kernmayer

Wahlkampf: Häupl bremst Strache

Im Konfettiregen zog Heinz-Christian Strache am Wiener Viktor-Adler-Markt bei seiner Wahlkampf-Premiere im roten Favoriten so richtig vom Leder: Gegen die Verschwender im Rathaus – und vor allem gegenüber dem roten Wien, „wo inzwischen das Kopftuch die Voraussetzung für die Gemeindewohnung ist.“

Gemütlicher geht es da schon Straches Lieblingsgegner Michael Häupl an: Heute lässt er sich beim „Fest für Häupl“ in der Rinderhalle in „Neu Marx“ feiern, gestern trat er bei einem Event der SP-Frauen auf, davor bei den Jungen Roten – wo auch Häupls Sohn Bernhard als Zählkandidat wahlkämpft.

FPÖ steigt ab
Grund für Häupls Gleichmut: Der blaue Wahlkampfmotor stottert in Wien gewaltig. Gegenüber der letzten Gallup-Umfrage Ende der Vorwoche verliert die FP diesmal zwei Prozentpunkte – und ist mit 21 Prozent meilenweit von Jörg Haiders Top-Ergebnissen um die 27 Prozent entfernt.

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Die Umfrageergebnisse für Wien

Strache setzt auf Islam-Sondersitzung
Schon Wochen vor der Wahl am 10. Oktober spielt der FP-Chef deshalb seinen wohl letzten Trumpf aus: Er berief einen Sonderlandtag zum Thema Minarett-Verbot ein – um mit Anti­islamismus als einzigem Top-Thema noch einmal zu punkten.

Indes schnurrt der rote Wahlkampfmotor langsam auf immer höheren Touren: Am Sonntag gibt sich sogar Kanzler Werner Faymann als Basis-Wahlkämpfer. Beim Welttag des Kindes tritt Faymann in Liesing auf, um für „seinen“ Bürgermeister Stimmung zu machen. Die Wiener ÖVP lässt heute Josef Pröll beim Erntedankfest als Hauptredner auftreten – mangels Zugkraft von Spitzenkandidatin Christine Marek.

Steiermark für SP-Wien das größte Risiko
Eigentlich ist man in der Wiener SPÖ rundum zufrieden. Wäre da nicht das damit verbundene Risiko, dass zwei Wochen vor der Wiener Wahl, am 26. September die Steiermark wählt, – denn dort wird es mittlerweile extrem knapp für SP-Landeschef Franz Voves. Tatsächlich dürften derzeit Landeshauptmann Voves und VP-Angreifer Hermann Schützenhöfer mit aktuell 37 zu 37 Prozent praktisch gleichauf liegen.

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Die Umfrageergebnisse der Steiermark

FPÖ und Grünen droht doppelter Absturz
Und auch in der Steiermark gilt: Die FPÖ und die Grünen kommen nicht vom Fleck. Den skandalgebeutelten Landesblauen liefen wegen „Hitlerspielen“ gleich drei Bürgermeister davon.

In Wien herrscht bei den Grünen nach dem Abgang von Bundesrat Stefan Schennach und der Spaltung zweier Hoffnungsbezirke Tristesse pur. Und in der Steiermark, wo Budgetsprecher Werner Kogler einspringen musste, fällt man einfach gar nicht auf.

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