Grasser: Justiz war von Rummel überrascht

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Grasser: Justiz war von Rummel überrascht

Die Razzien der Staatsanwaltschaft in den Wohnsitzen von Karl-Heinz Grasser beschäftigen das Parlament. In einer Anfragebeantwortung, die ÖSTERREICH vorliegt, verteidigt Justizministerin Beatrix Karl ihre Beamten. Immerhin waren fast zeitgleich die Medien von den Hausdurchsuchungen informiert wurden. Was zu heftigen Attacken von Grassers Anwalt Manfred Ainedter geführt hatte.

Karl teilt jetzt hochoffiziell mit, dass die Razzien am 26. Mai um 9 Uhr begannen – und um 9.34 Uhr per E-Mail die Journalisten alarmiert wurden. Dass prompt Reporter vor Grassers Penthouse im 1. Bezirk auftauchten, sei, so Karl etwas blauäugig, „nicht beabsichtigt“ gewesen. Dabei dauerten die Hausdurchsuchungen immerhin bis 17 Uhr an. Karl sagt trotzdem: Eine Gefährdung der Amtshandlung „konnte vermieden werden“ ...

... Eine Verletzung von Grassers Persönlichkeitsrechten wohl kaum. Bei den Razzien waren Schulunterlagen und Handys der Kinder Grassers sowie seiner Frau Fiona Swarovski beschlagnahmt worden. Grasser klagte. Dazu wollte Karl nichts sagen: „Das ist Gegenstand gerichtlicher Prüfungen.“

Autor: Günther Schröder
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