Wladimir Putin erzählt Spionagewitz im TV

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Wladimir Putin erzählt Spionagewitz im TV

Wladimir Putin, selbst ein ehemaliger KGB-Agent in der DDR, hat zur Illustration der bleiernen Bürokratie in seinem Land einen alten Spionagewitz erzählt. Bei einem vom russischen Fernsehen am Donnerstagabend übertragenen Treffen in der Uralstadt Orenburg über Regionalpolitik erzielte Putin mit der folgenden Geschichte Heiterkeit:

Ein Amerikaner kommt zur Ljubjanka, dem Hauptsitz des sowjetischen Geheimdienstes KGB und seines Nachfolgers FSB, und sagt: "Ich bin ein Spion und will mich stellen." "Aus welchem Land, Spion?" "Amerikaner" "Gehen Sie in Raum 5". Der US-Spion geht hin und wird dort gefragt, ob er bewaffnet sei, was er bejaht. "Dann gehen Sie in Raum 7".

In Raum 7 lautet die Frage, ob er mit Geräten für die Nachrichtenübertragung ausgerüstet sei. Wieder antwortet der Amerikaner mit Ja und wird in Raum 20 geschickt. Schließlich fragt ein Beamter den entnervten Spion, ob er einen Arbeitsauftrag hat. Auf die bejahende Antwort folgt die Anweisung: "Dann gehen Sie ihrem Auftrag nach und halten Sie die Leute nicht von der Arbeit ab!"

Putins Kommentar zu der Geschichte: "Dinge wie die Korruption und die bürokratische Tyrannei sind eine chronische Krankheit in unserem Land, zur Zeit des Zarismus wie in der Sowjetepoche, es ist immer dasselbe".
 

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