Begrünung

22 Hitzetage! NÖ macht Betonwüsten zu Kühlzonen

Der Lindenheimplatz in Wiener Neudorf.
© Marktgemeinde Wiener Neudorf
Die Zahl der Hitzetage in Niederösterreich stieg in den letzten Jahrzehnten im Schnitt von sechs auf 22 pro Jahr. Um dieses wachsende Gesundheitsrisiko abzufedern, setzen immer mehr Gemeinden auf Begrünung.
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Ein Vorbild ist der Lindheimplatz in Wiener Neudorf. Dort wichen 2.500 Quadratmeter Asphalt neuen Grünflächen und Wasserspielen.

Bürgermeister Herbert Janschka erinnert sich gegenüber ORF NÖ an die Ausgangslage: "Früher war hier mehr oder weniger eine Betonwüste. Es war ein Parkplatz." Auch wenn die neuen Pflanzen noch Zeit zum Wachsen brauchen, blickt er optimistisch in die Zukunft: "Die Bäume sind noch nicht so hoch. Aber ich hoffe doch, in ein paar Jahren werden das richtige Schattenspender sein und dann wird dieser Platz auch hoffentlich eine Kühlzone sein."

Entsiegeln, den Boden öffnen und beschatten

Solche Umbauten sind essenziell, da sich versiegelte Ortszentren laut Tino Blondiau von der Energie- und Umweltagentur NÖ "wie ein Backofen" aufheizen. Die beste Lösung ist für ihn daher klar: "Entsiegeln, den Boden öffnen und beschatten, das heißt mit Bäumen." Auf diese Weise kann versickertes Regenwasser die Umgebung durch Verdunstung kühlen.

Obwohl die Umwandlung von Parkplätzen anfangs oft zu Flächenkonflikten führt, wird sie von der Bevölkerung sehr gut angenommen. Eine Passantin nennt den neu gestalteten Platz "super wichtig", da man sich bei der starken Hitze sonst "fast gar nicht mehr aus dem Haus" traue. Ähnliche Entsiegelungsprojekte werden mittlerweile auch in zahlreichen anderen Gemeinden erfolgreich umgesetzt und gefördert.

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