Jahre später

350 gestohlene Sonnenliegen tauchen in Albanien wieder auf

Viele bunte Sonnenschirme und Badende am belebten Strand von Saranda, Vlore, Albanien.
© Getty Images
Ein italienischer Strandbetreiber wurde vor zwei Jahren Opfer eines dreisten Diebstahls. Jetzt tauchten die 350 gestohlenen Sonnenliegen überraschend an einem Strand in Albanien wieder auf.
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Alles begann im Juni 2024: Aus einem Strandclub in Reggio Emilia (Italien) verschwanden über Nacht 350 hochwertige Strandliegen im Gesamtwert von rund 45.000 Euro. Trotz intensiver Bemühungen führten die Ermittlungen damals zu keinem Erfolg. Der Fall schien zu den Akten gelegt, bis eine Touristin während ihres Albanien-Urlaubs in Capo Rodoni nahe Durrës stutzig wurde. Am Strand entdeckte sie Liegen mit dem markanten Schriftzug "Onde Chiare". Die italienischen Betreiber konnten die Ware eindeutig identifizieren.

Fund im Urlaub

Dass die Liegen tatsächlich wieder auftauchten, ist einem Zufall zu verdanken. Wie die italienische Zeitung "Il Messaggero" berichtet, erkannte die Kundin des Clubs das Mobiliar ihres Urlaubsziels in Italien sofort wieder. Doch trotz der Identifizierung und der Einschaltung eines in Albanien tätigen Anwalts durch die Eigentümer blieben die Bemühungen, das Eigentum zurückzuholen, bisher erfolglos.

Kampf um Eigentum

Die Frustration bei den Betroffenen ist groß. Enrico Cavazzoni, der Besitzer des Clubs, äußerte sich gegenüber "Tg Reggio" deutlich: "Wir wissen, wo die Sonnenliegen sind, aber nach zwei Jahren finden wir keinen Weg, sie wiederzubekommen." Aktuelle Berichte in sozialen Medien bestätigen, dass die Sonnenbetten weiterhin am albanischen Strand stehen und von Urlaubern genutzt werden können – vollkommen unbewacht von den dortigen Behörden.

Tourismus im Aufwind

Albanien erlebt aktuell einen massiven Tourismusboom. Das Land an der Adria und am Ionischen Meer entwickelt sich laut einer Visa-Studie zu einem neuen Reise-Hotspot in Südosteuropa, mit Wachstumsraten von 75 Prozent.

Albanien, das seit 2014 EU-Bewerberland ist, punktet bei Reisenden oft durch günstigere Preise als in anderen Mittelmeer-Regionen. Prognosen gehen davon aus, dass der Tourismussektor bis 2035 bis zu 30 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmachen könnte, was den wirtschaftlichen Aufschwung des Landes weiter vorantreiben dürfte.

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