Segler-Not

Sturm-Chaos in Kroatien: Drei Österreicher erleiden Schiffbruch

Ein Rettungsfloß treibt neben einem beschädigten Segelboot auf dem Meer.
© Kroatisches Meeresministerium, M
Ein schwerer Sturm hat in der Nacht auf Sonntag die kroatische Küste verwüstet. Besonders auf der Insel Unije kam es zu Massenstrandungen, auch eine österreichische Segelcrew erlitt Schiffbruch.
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Die drei Österreicher befanden sich in der Nacht auf Sonntag in der Nähe von Kap Kamenjak an der Südspitze Istriens, als ihr Segelschiff aufgrund des schweren Sommersturms, der sogenannten Nevera, Schiffbruch erlitt. Die Besatzung konnte sich in einer Rettungsinsel in Sicherheit bringen.

Die Hafenkapitänin von Pula konnte die drei Österreicher, deren genaue Herkunft noch unbekannt ist, schließlich unverletzt bergen.

Seekartenbild der Küste bei Medulin mit kroatischem Marinesymbol und Routenverlauf.
Seekartenbild der Küste bei Medulin mit kroatischem Marinesymbol und Routenverlauf: Hier wurden die drei schiffbrüchigen Österreicher gerettet. © Ministarstva mora, prometa i inf

Rettung nach Schiffbruch

Während die Crew aus Österreich glimpflich davonkam, tobte das Unwetter in anderen Teilen der Adria massiv. Auf der Insel Unije, einer Nachbarinsel von Lošinj, kam es in der beliebten Potkujni-Bojenbucht zu dramatischen Szenen. Ein schwerer nächtlicher Sommersturm traf die Region mit Böen von bis zu 60 Knoten, das entspricht 111 km/h, aus nordwestlicher Richtung.

Massenstrandungen auf Unije

Die Naturgewalt war so stark, dass die Anker, Bojen und Leinen der Yachten dem Druck nicht standhielten. Laut dem kroatischen Nachrichtenportal "Morski.hr" liefen rund sieben Boote mit insgesamt fast 50 Menschen an Bord zeitgleich auf Grund. Einheimische eilten den gestrandeten Besatzungen mitten in der Nacht zur Hilfe. Laut dem Kroatischen Ministerium für Meer und Verkehr gab es trotz massiver Sachschäden glücklicherweise keine Verletzten oder Toten bei den Strandungen auf der Insel.

Wasserhose verwüstet Campingplätze

Auch in Susak und Mali Lošinj hinterließ das Unwetter eine Spur der Verwüstung. Eine Wasserhose – ein Wirbelsturm über dem Wasser – zog durch die Campingplätze Lopari und Rapoća in Nerezine.

Etwa 50 massive Kiefern wurden entwurzelt und stürzten auf Autos, Zelte und Wohnwagen. Bei diesem Ereignis wurden zwei Personen verletzt.

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