Violette Pleite

4:1 - Bullen stürzen Austria ans Tabellen-Ende

Salzburg zerlegte Austria.
© gepa
Die Talfahrt der Wiener Austria geht weiter: Die Salzburger Bullen zertrampelte die Violetten mit 4:1.
OE24 auf Google bevorzugen

Nach dem Aus in der Conference League gab's im Sonntag-Abend-Spiel den nächsten Rückschlag für die Wiener Austria. Beim immer besser in Fahrt kommenden früheren Serienmeister Red Bull Salzburg setzte es ein 1:4. Während Salzburg den Anschluss zu Tabellenführer Rapid und zum LASK wahrte, findet sich die Austria am letzten Tabellenplatz wieder.

Die effektiven Bullen gewannen vor allem dank einer überzeugenden ersten Hälfte vor eigenem Publikum 4:1 (3:0).

0:3 schon zur Pause

Ein Eigentor von Lee Kang-hee (13.) leitete den Salzburger Sturmlauf in Hälfte eins ein. Ex-Veilchen Haris Tabakovic (19.) und Bartosz Mazurek (31.) erhöhten für dominante "Bullen" auf 3:0. Der zur Pause eingewechselte Austria-Kapitän Manfred Fischer verkürzte (47.), Yorbe Vertessen stellte den alten Abstand rasch wieder her (55.).

Erster Liga-Treffer für Ex-Austrianer Tabakovic

Dabei hatte die Partie vor knapp 11.000 Fans mit einem violetten Ausrufezeichen begonnen. Julian Hettwer bugsierte den Ball nach einer präzisen Hereingabe mit dem Oberschenkel an die Stange (4.). Auch auf der Gegenseite rettete zunächst Aluminium. Kapitän Nikolas Veratschnig traf aus der zweiten Reihe nur die Querlatte (10.). Die nächste Gelegenheit mündete in der Salzburger Führung. Eine Flanke von Yorbe Vertessen, der ungewohnt am linken Flügel agierte, verlängerte Lee Kang-hee unbedrängt ins eigene Tor.

In der Folge dominierten die Bullen die junge Austria-Truppe nach Belieben. Tabakovic erzielte nach einer Maßflanke von Veratschnig per Kopf sein erstes Bundesliga-Tor für Salzburg. Der Jubel fiel aufgrund der Austria-Vergangenheit verhalten aus. Auch beim dritten Treffer hatte ein Ex-Veilchen seine Füße im Spiel. Abubakr Barry legte quer, Mazurek schlenzte den Ball gekonnt ins rechte obere Eck.

Kurzes violettes Aufbäumen nach Pause

Zur Pause reagierte Trainer Stephan Helm auf die bisher desolate Vorstellung seiner Austria und brachte Fischer und Florian Wustinger. Letzterer bediente nur zwei Minuten nach Wiederbeginn Fischer, der flach in die kurze Ecke traf. Doch das violette Aufbäumen erstickte Vertessen prompt. Der Belgier löste sich geschickt von zwei Austrianern und nickte zum 4:1 ein. Der eingewechselte Aboubacar Camara vergab noch aussichtsreiche Chancen (75, 83.) auf einen höheren Erfolg.

Für beide Teams geht es bereits am kommenden Mittwoch mit Nachtragsspielen weiter. Die Austria empfängt um 18.30 Uhr die WSG Tirol und kann die rote Laterne wieder abgeben. Zwei Stunden später (20.30) trifft Salzburg zuhause auf Tabellenführer Rapid.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden