ORF-Star teilt aus

Assinger kritisiert Jugend: "So spielt das Leben nicht!"

Mann spricht draußen an einem Mikrofon, See und Berge im Hintergrund.
© Youtube / Zusammenstärker
Unternehmer Stephan Zöchling begrüßte in seinem Podcast "Streitwert" Ski-Legende und ORF-Moderator Armin Assinger. Der Kärntner hielt sich nicht mit Kritik an der Jugend zurück.
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Assinger schildert seinen Weg vom aktiven Skisport zum ORF-Star: "Ich bin von der Gendarmerie weg, weil ich mir niemals vorwerfen wollte, dass ich nicht die Eier habe, mich selbst zu verwirklichen. Dann ist es Step by Step in Richtung ORF gegangen, zuerst über die Ski-Kommentatoren-Sache, dann in die Unterhaltungsschiene."

Hier gibt's den ganzen Podcast zum Ansehen:

"Der Leistungssport ist die beste Lebensschule, man lernt Respekt und Durchhaltevermögen. Man muss halt eben die Backen des verlängerten Hinterns zusammenzukneifen", so der 62-Jährige.

Assinger lässt allerdings kein gutes Haar an der heutigen Leistungsbereitschaft: "Es wird nirgendwo mehr gezählt, nicht einmal mehr beim Fußballspielen, weil jeder muss ein Sieger sein. So spielt das Leben aber nicht", kritisiert der ehemalige Ski-Star die heutigen Trainingsmethoden bei Kindern und Jugendlichen.

"Nur aus Niederlagen kann man etwas lernen! Wenn die Kinder nur zu Siegen getragen werden, wie soll man da etwas lernen?", stellt Assinger bei Zöchling die berechtigte Frage.

"Und wenn man dann in die "freie Wildbahn" kommt, dann kommt das böse Erwachen, und man merkt erst, dass da ein rauer Wind weht. Es fehlt komplett der Punch! Wenn nicht größer gedacht wird, dann werden nicht einmal die kleinen Dinge funktionieren", erklärt Assinger.

Im Gespräch mit Zöchling zitiert Assinger auch den ehemaligen Thiem-Trainer Günter Bresnik: "Es ist noch niemand in die Weltklasse gestreichelt worden!"

Assinger fordert: "Man müsste eigentlich eine verpflichtende Wintersport-Woche einführen, weil wer soll dann in ein paar Jahren auf unseren supermodernen Liften fahren. Es können sich viele ja das Skifahren nicht mehr leisten. Deshalb müssen die Kinder auch einmal den Schnee erleben können."

"Wir sind nach der Schule immer sofort Fußballspielen oder Skifahren gegangen, heutzutage kommen die Kids heim, dann hängen sie erst einmal am Telefon, dann wird gechattet, dann Netflix, Amazon Prime und Co., da hat der Sport mit diesen Ablenkungen nicht mehr so den Stellenwert", so Assinger.

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