Kein Ersatz
Aus für Sammeltaxi: Ärger in 13 Gemeinden
Seit Ende 2024 sorgen die Anrufsammeltaxis von "Bezirk Korneuburg mobil" in 13 Gemeinden dafür, dass Menschen auch dort mobil bleiben, wo Busse und Bahnen nicht ausreichend verkehren. Monatlich wurden zuletzt zwischen 400 und 600 Fahrten gebucht - mit Ende Juni ist damit aber Schluss. Für Betroffene bedeutet das mehr Umstiege, längere Wege und deutlich mehr Zeitverlust. Besonders hart trifft es Pendler, die tagtäglich auf das wichtige Angebot angewiesen sind.
Eigentlich hätte das bestehende System direkt in ein neues, vom Land organisiertes Modell - "Weinviertel West" - übergehen sollen. Doch daraus wird vorerst nichts. Die Ausschreibung wurde angefochten, weshalb nun ein langwieriger Rechtsstreit bevorsteht. Der geplante Neustart dürfte sich damit bis mindestens Mitte 2027 verzögern. Und weil wichtige Eckdaten sowie ein Finanzierungsmodell fehlen, kann das auch das derzeit bestehende Angebot nicht einfach verlängert werden.
Während einige Gemeinden über Übergangslösungen wie Taxigutscheine oder Fahrdienste nachdenken, wird überall und fieberhaft nach Alternativen gesucht. Für die Bewohner im Bezirk Korneuburg wird damit aus einem einst erfolgreichen Mobilitätsprojekt - zumindest vorerst - eine mehr als ärgerliche Zwangspause.
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