Das SPÖ-Präsidium in Mauerbach verlief am Samstag und Sonntag nicht ohne Spannungen. Oberösterreichs SPÖ-Landeschef Martin Winkler – er muss sich kommendes Jahr Landtagswahlen stellen – fragte SPÖ-Vorsitzenden Andreas Babler im Hotel Schlosspark am Samstag unumwunden, ob er wirklich noch glaube der "richtige Spitzenkandidat" zu sein.
Babler monierte, dass er mehr Unterstützung der eigenen Reihen brauche. Insgesamt sei die Stimmung unter den Spitzen-Roten mehr als frostig gewesen.
Klare Mehrheit in der SPÖ für Zeiler
Dass sich eine klare Mehrheit innerhalb der SPÖ – selbst Burgenlands Hans Peter Doskozil habe bereits seine Zustimmung signalisiert, berichten Insider – mittlerweile Top-Medien-Manager Gerhard Zeiler statt Babler an der Spitze der SPÖ wünscht, ist längst ein offenes Geheimnis.
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Das dürfte auch dem roten Vizekanzler und den Seinen nicht entgangen sein. Ein roter Insider berichtet oe24, dass Babler offenbar bereits einen Plan B habe: Er habe ausgelotet, ob Finanzminister Markus Marterbauer nach seiner Genesung – seine Krebserkrankung dürfte hervorragend auf die Therapie ansprechen – als Spitzenkandidat zur Verfügung stünde.
Marterbauer dürfte mit Ja geantwortet haben, sagen zumindest gleich mehrere Rote.
Ämter-Teilung könnte Babler jetzt retten
Ein anderer SPÖ-Mann gibt zu bedenken, dass es jetzt – die planmäßige Nationalratswahl würde erst 2029 stattfinden – eigentlich keine Notwendigkeit gebe Marterbauer bereits zu fragen.
Tatsächlich dürfte es um eine zeitnahe Ämtertrennung gehen: Babler als Parteichef und Minister, Marterbauer als Vizekanzler. Das könnte die SPÖ schwer ablehnen und würde Zeiler vorerst verhindern, so ein Roter.
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