Abwärtsfahrt

Bitcoin: Rallye schon vorbei? Zwei Schocks für die Kryptowährung

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Es läuft nicht rund für Bitcoin: Zwei Kräfte, die auf den ersten Blick wenig mit Krypto zu tun haben, ziehen den Markt zum Wochenstart nach unten.
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Bitcoin, die größte Kryptowährung der Welt verbilligt sich zum Wochenstart um mehrere Prozent und liefert sich ein zähes Ringen um die Marke von 83.000 US-Dollar (ca. 73.000 Euro).

Noch in der Vorwoche hatte die Hoffnung auf eine kryptofreundlichere Regulierung in den USA die Kurse gestützt. Doch jetzt sind zwei mächtige Bremsen dazwischengekommen.

Schock Nr. 1: Anleihen rendieren wie seit 2007 nicht mehr

Der größte Belastungsfaktor kommt vom US-Anleihemarkt. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterte über die Marke von fünf Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 2007. Auch in Japan steigen die Renditen auf Niveaus, die es seit rund drei Jahrzehnten nicht mehr gab.

Das Problem für Bitcoin: Die Kryptowährung wirft weder Zinsen noch Dividenden ab. Je mehr sichere Staatsanleihen abwerfen, desto teurer wird es, zinslose Spekulationsobjekte wie Bitcoin zu halten. Gleichzeitig entziehen höhere Leitzinsen den Märkten Liquidität. Genau davon haben riskante Anlagen in Zeiten lockerer Geldpolitik besonders profitiert.

FED und Japaner drehen am Zins

Beide Notenbanken haben im September nachgelegt:

  • Die US-Notenbank Fed hob den Leitzins am 16. September einstimmig um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent an. Es war die erste Erhöhung seit Juli 2023.
  • Die Bank of Japan zog am 18. September nach und setzte ihren Leitzins auf 1,25 Prozent: Das höchste Niveau seit 1995!

Schock Nr. 2: Iran-Konflikt hält Öl und Inflation hoch

Der zweite Belastungsfaktor ist geopolitisch: Er hängt aber eng mit dem ersten zusammen. Die gestiegenen Energiekosten infolge des Iran-Konflikts zählen heuer zu den wichtigsten Inflationstreibern.

Solange die Straße von Hormus blockiert bleibt – durch die vor Kriegsbeginn etwa ein Fünftel des weltweiten Öls floss – fehlt den Notenbanken ein wesentlicher Grund, ihre Zinspolitik wieder zu lockern. Heißt im Klartext: Der Druck auf Bitcoin bleibt. Die nächsten Tage werden darüber entscheiden, ob Bitcoin die 83.000-Dollar-Marke hält: Oder ob die jüngste Rallye schon wieder Geschichte ist.

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