Asbest-Alarm
Burgenländische Ausflugsziele als Giftschleuder?
Betroffen sind unter anderem Burg Lockenhaus, Burg Schlaining und die Aussichtswarte Geschriebenstein. Laboranalysen der Umweltorganisation zeigen Asbestgehalte von bis zu 50 Prozent in Schotter- und Sandproben.
Besonders brisant: Betroffen sind Parkplätze, Innenhöfe und sogar der Burgsee vor der Aussichtswarte – Orte, an denen sich täglich Familien und Ausflügler aufhalten. Auch zwei Wanderwege in der Nähe sind laut Greenpeace kontaminiert. Menschen werden hier sehenden Auges einer Gefahr ausgesetzt, ohne dass ausreichend gewarnt wird.
Verharmlost?
Während die Eigentümer von Burg Lockenhaus zumindest reagieren und betroffene Bereiche sperren und befeuchten wollen, gibt sich das Land bei der landeseigenen Burg Schlaining auffallend gelassen: Die bekannten Messwerte würden die gesetzlichen Grenzen nicht überschreiten, heißt es. Die Landesholding rät dennoch zu einer normgerechten Probenahme – ein Widerspruch, der aufhorchen lässt.
Vertuschung?
Seit Jänner sind bereits vier Steinbrüche im Burgenland wegen Asbestbelastung dicht. Doch die entscheidenden Sachverständigengutachten dazu halten die Behörden bis heute unter Verschluss. Eine eigens eingesetzte Taskforce misst zwar die Luftgüte, schießt sich aber lieber auf die Methodik von Greenpeace ein, statt Klartext zu reden.
Fazit: Während Behörden auf Grenzwerten beharren, wächst der Verdacht, dass Ausflügler im Burgenland mit einer stillen Gefahr im Nacken unterwegs sind.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden