Mega Projekt

China baut eigenen "Suezkanal"

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Chinas wichtigste Wasserstraße gerät an ihre Schmerzgrenze. Mit einem Investment von rund 10 Milliarden Dollar will die Regierung den Jangtse-Fluss ausbauen.
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Die chinesische Regierung hat grünes Licht für ein neues Großprojekt gegeben, das den Jangtsekiang-Fluss massiv erweitern soll. Geplant ist der Bau riesiger Schleusenanlagen – sogenannter Wassertreppen, die in die hydraulische Infrastruktur integriert werden.

Diese Anlagen sollen die Befahrbarkeit von Chinas längstem Fluss deutlich verbessern und es auch größeren Schiffen ermöglichen, das unebene Gelände des Logistikkorridors sicher zu überwinden. Das gesamte Projekt soll rund 11,4 Milliarden US-Dollar (etwa 9,85 Milliarden Euro) kosten und ist auf eine Bauzeit von rund einem Jahrzehnt angelegt.

Altes System als Nadelöhr

Der Jangtse bildet eine zentrale Säule der chinesischen Wirtschaft und verbindet wichtige Industriezentren wie Chongqing, Wuhan und Shanghai. Die bestehende Infrastruktur, insbesondere der bekannte Drei-Schluchten-Damm sowie das dortige Schiffshebewerk, reicht für die enormen Transportmengen jedoch nicht mehr aus.

Das Schiffsaufkommen hat alle früheren Prognosen übertroffen. Laut dem chinesischen Verkehrsministerium haben sich die alten Schleusen zu einem kritischen Nadelöhr entwickelt, das die wirtschaftliche Entwicklung gefährdet.

Boom beim Warenverkehr

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Wie stark die Belastung zugenommen hat, zeigen die nackten Zahlen: Bereits im Jahr 2011 knackte der Warenfluss durch die Schleusen die Marke von 100 Millionen Tonnen. Bis zum Jahr 2025 stieg die jährliche Frachtmenge durch den Drei-Schluchten-Damm auf stolze 173 Millionen Tonnen an.

Da große Hersteller für den Transport von Bauteilen und Endprodukten zunehmend auf den Fluss setzen und gleichzeitig auch Flusskreuzfahrten immer beliebter werden, war der Ausbau unumgänglich. Der Bericht zu dem Infrastrukturprojekt wurde am Samstag veröffentlicht.

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