Gefährlich

Darum sollten Sie im Sommer NIE mit offenem Fenster schlafen

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Es ist heiß, die Luft steht im Raum und an Schlafen ist kaum zu denken. Deshalb wird oft sofort das Schlafzimmerfenster geöffnet, um etwas kühlere Luft hereinzulassen. Doch was sich wie die Rettung vor der Hitze anfühlt, ist laut Experten oft eine extrem schlechte Idee.
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Wer nachts bei offenem Fenster schläft, hofft auf eine frische Brise und einen tiefen Schlaf. Doch tatsächlich holen wir uns damit gleich mehrere Schlafkiller und Gesundheitsrisiken direkt ins Bett. Wer die Sommernächte erträglicher machen will, sollte lieber auf andere Methoden setzen. Wir verraten, warum das Fenster in der Nacht lieber geschlossen bleibt.

Offenes Fenster: Die unsichtbare Gefahr

Selbst wenn Sie glauben, Sie schlafen wie ein Stein, Ihr Gehirn schläft nie. Eine Studie des Zentrums für Kardiologie der Universitätsmedizin Mainz unter der Leitung von Dr. Thomas Münzel hat Erschreckendes herausgefunden: Nächtlicher Verkehrslärm, feiernde Nachbarn oder auch nur das frühe Vogelgezwitscher werden von uns unterbewusst registriert.

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Die Folge: Der Körper schlägt innerlich Alarm und schüttet Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol aus. Der Puls rast, der Blutdruck steigt und die wichtige Tiefschlafphase wird gestört. Auf Dauer kann dieses nächtliche "Lärm-Trauma" sogar das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen drastisch erhöhen.

Die trügerische Zugluft

Ein sanfter Lufthauch auf der schwitzigen Haut fühlt sich in den ersten Minuten himmlisch an. Doch hier lauert die Gefahr: In den frühen Morgenstunden sinken die Außentemperaturen oft noch einmal spürbar ab. Wer dann schweißgebadet im Durchzug liegt, kühlt unbemerkt aus. Die Quittung folgt beim Klingeln des Weckers in Form von schmerzhaften Nackenverspannungen, einem steifen Hals oder gereizten Schleimhäuten.

Schadstoffe statt Frischluft

Besonders Stadtbewohner schneiden sich mit dem offenen Fenster oft ins eigene Fleisch. Asphalt und Betonfassaden saugen die Hitze des Tages auf wie ein Schwamm und geben sie nachts nur sehr langsam wieder ab. Zusammen mit der Wärme weht oft auch Feinstaub und Abgasluft direkt ins Schlafzimmer. Von erholsamer Luftqualität kann hier keine Rede sein.

Ungebetene Gäste: Pollen und Blutsauger

Ein geöffnetes Fenster im Sommer gleicht einer Einladung für alles, was Flügel hat. Das hochfrequente Surren einer Mücke direkt am Ohr reicht oft schon aus, um uns senkrecht im Bett stehen zu lassen. Noch tückischer wird es für Allergiker: Die nachts und am frühen Morgen stark herumfliegenden Pollen haben freie Bahn. Sie reizen die Atemwege, lassen die Nase zuschwellen und machen das Durchschlafen unmöglich.

So schlafen Sie bei Hitze WIRKLICH besser

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Damit die Sommernächte nicht zur Qual werden, raten Schlafexperten zu einer klügeren Taktik:

Tagsüber Schotten dicht! Verdunkeln Sie das Schlafzimmer am Tag komplett mit Rollos oder dichten Vorhängen und halten Sie die Fenster geschlossen, damit die Hitze gar nicht erst hereinströmt.

Intensives Stoßlüften: Öffnen Sie die Fenster erst spät abends oder sehr früh morgens, wenn die Außentemperatur am niedrigsten ist, für einen ordentlichen Durchzug.

Kühle Textilien: Setzen Sie auf atmungsaktive Bettwäsche aus Leinen oder Seide, diese Stoffe wirken von Natur aus temperaturregulierend.

Fenster zu: Schließen Sie das Fenster vor dem Einschlafen wieder. So sperren Sie Lärm, Hitze und Mücken aus und sichern sich die Ruhe, die Ihr Körper für die Regeneration braucht.

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