Gefährlicher Fehler

Warum Sie im Sommer niemals kalt duschen sollten

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Die Temperaturen steigen, der Schweiß läuft: Jetzt eine eiskalte Abkühlung im Badezimmer? Klingt verlockend für alle, die keinen eigenen Pool zu Hause haben. Aber das sollten Sie Ihrem Körper lieber nicht antun.
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Der Schweiß rinnt, die Sonne brennt, da scheint eine eiskalte Dusche die perfekte Abkühlung zu sein. Doch genau davon raten Experten ab. Wer sich im Sommer wirklich erfrischen will, sollte auf zu kaltes Wasser verzichten, denn der Kälteschock kann den gegenteiligen Effekt haben. Statt abzukühlen, bringt er den Körper erst recht ins Schwitzen.

Warum Sie nach der kalten Dusche noch mehr schwitzen

Das Gefühl direkt unter dem eiskalten Strahl ist herrlich, doch es währt nur Sekunden. Der Grund: Unser Körper ist ein Meister der Temperaturregelung. Trifft eiskaltes Wasser auf die erhitzte Haut, ziehen sich die Gefäße zusammen, um die Wärme im Inneren zu speichern. Der Organismus denkt, es herrscht plötzlich Winter. Sobald Sie aus der Dusche steigen, signalisiert das Gehirn: "Aufheizen, sofort!"

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Die Folge? Der Stoffwechsel läuft auf Hochtouren, um den Temperatursturz auszugleichen. Nur wenige Minuten später schwitzen Sie heftiger als zuvor.

Stress für den Kreislauf

Doch es geht nicht nur um das lästige Schwitzen. Für den Kreislauf ist der plötzliche Kälteschock purer Stress. Das Herz muss Schwerstarbeit leisten, um das Blut gegen die verengten Gefäße zu pumpen.

Besonders gefährlich ist das für:

  • Menschen mit ohnehin niedrigem Blutdruck
  • Personen mit Herz-Kreislauf-Vorerkrankungen.
  • Ältere Menschen, deren Körper Belastungsspitzen langsamer verarbeitet

Schwindelgefühle, Übelkeit oder im schlimmsten Fall ein Kreislaufkollaps direkt in der Dusche können die fatale Folge für den schnellen Kälte-Kick sein.

So kühlen Sie richtig ab

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Lauwarm ist das neue Cool: Duschen Sie bei etwa 25 bis 30 Grad. Das Wasser fühlt sich angenehm frisch an, ohne dass der Körper in den Verteidigungsmodus schaltet. Die Gefäße müssen sich nicht verengen, die Wärme kann sanft abfließen.

Die Kneipp-Methode: Wenn es unbedingt kalt sein muss, dann nur punktuell! Beginnen Sie an den Füßen und führen Sie den Wasserstrahl langsam an den Beinen hoch Richtung Herz. Das belebt, ohne das System zu schocken.

Nicht abtrocknen: Tupfen Sie die Haut nach der Dusche nur leicht ab. Die restliche Feuchtigkeit auf der Haut verdunstet und sorgt für eine natürliche, langanhaltende Kühlung.

Eiskalte Getränke sind keine gute Idee

Übrigens gilt die Kälte-Warnung nicht nur für die Dusche. Wer bei Hitze literweise eiskalte Limonade mit Eiswürfeln in sich hineinschüttet, bewirkt genau das Gegenteil von Abkühlung. Der Magen muss die Flüssigkeit erst mühsam auf Körpertemperatur erwärmen, das verbraucht Energie und produziert... genau: Wärme.

Tipp: Trinken Sie lauwarmen Tee (z.B. Minze). Er kann vom Körper leichter aufgenommen werden und unterstützt die natürliche Temperaturregulierung.

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