Insolvenz

Deko-Kette sperrt zu: 730 verlieren ihren Job

Zwei Weingläser mit Roséwein stehen neben einer Schale Popcorn und Dekoration auf einem Tisch.
© Depot
Das Unternehmen hinter der Deko-Kette Depot stellt den Betrieb ein. Die GDC Deutschland GmbH schließt Ende September ihre Pforten, wie Inhaber Christian Gries mitteilte.
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Die Belegschaft der insolventen GDC Deutschland GmbH mit Sitz im unterfränkischen Großostheim wurde am Mittwoch über das Aus informiert. Alle Arbeits- und Mietverträge werden zum 30. September gekündigt. Davon sind etwa 730 Beschäftigte betroffen, nachdem bereits Ende Juli 350 Kündigungen erfolgten. Als Ursache nannte Inhaber Christian Gries die Masseunzulänglichkeit, da das Firmenvermögen nicht mehr ausreicht, um die Verbindlichkeiten zu decken. Das Unternehmen hatte im Mai Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt und verwies auf Importzölle, den Druck durch Plattformen wie Temu sowie die Kaufzurückhaltung.

Zukunft der Filialen bleibt offen

Für die Marke Depot muss dies laut Gries jedoch nicht das endgültige Aus bedeuten. Trotz der gekündigten Verträge sollen nach seinen Vorstellungen nicht alle der rund 50 verbliebenen Filialen bis Ende September schließen. Er plant, die in seinem Eigentum stehende Marke in eine andere Gesellschaft zu überführen und mit einem kleineren Team weiterzumachen.

Verhandlungen mit Vermietern und Partnern

"Wir werden mit den Vermietern in Dialog gehen, um neue Mietverträge abzuschließen. Depot wird nicht verschwinden", sagte Gries. Wie viele Standorte erhalten bleiben und wann eine Entscheidung fällt, ließ er offen. Parallel verhandelt Gries über den Fortbestand kleinerer Depot-Shops in Supermärkten wie Rewe oder Edeka. Beide Konzerne äußerten sich auf Anfrage zunächst nicht.

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