Naturwunder
Der höchste Wasserfall der Welt liegt tief unter Wasser
Zwischen Grönland und Island liegt in der sogenannten Dänemarkstraße ein verborgenes Naturphänomen, das alle Rekorde bricht. Der Dänemarkstraßen-Katarakt gilt als der höchste Unterwasser-Wasserfall der Erde. Während der Salto Ángel in Venezuela mit 978 Metern als höchster Wasserfall an Land bekannt ist, übertrifft der Unterwasser-Gigant diesen deutlich. Das Naturphänomen erstreckt sich über eine gewaltige Stufe am Meeresboden, die bis zu 3.500 Meter in die Tiefe führt. Über eine Breite von rund 480 Kilometern strömen dabei pro Sekunde mehr als 3,5 Millionen Kubikmeter Wasser nach unten.
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Das Wort Katarakt stammt vom altgriechischen Begriff für "herabstürzen". Bei diesem Unterwasser-Wasserfall trennt das Phänomen die Grönlandsee im Norden von der Irmingersee im Süden. Die Kaskade ist für die atlantische Ozeanzirkulation von großer Bedeutung, da sie kaltes Polarwasser aus den Meeren bei Grönland, Norwegen und Island in den Nordatlantik transportiert. Mit dem bloßen Auge lässt sich dieses Naturschauspiel allerdings nicht beobachten.
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Der Grund für den Prozess liegt in der unterschiedlichen Dichte des Wassers. Kaltes Wasser aus der Grönlandsee trifft auf wärmeres Wasser aus der Irmingersee. Da das kältere Wasser eine höhere Dichte besitzt, sinkt es in Richtung Meeresgrund ab. Wissenschaftler können diesen Vorgang, bei dem sich das Wasser mit etwa einem halben Meter pro Sekunde bewegt, lediglich durch spezielle Messungen von Temperatur und Salzgehalt nachweisen.
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