Teuer-Schock
Diesel in Wien kostet wieder über 2 Euro!
An Wiener Tankstellen klettern zuletzt die Preise für Kraftstoff wieder deutlich nach oben. Bei einer Shell-Tankstelle in der Bundeshauptstadt kostete der Liter Diesel am Dienstag 2,079 Euro, Super lag bei 1,919 Euro, V-Power bei 2,179 Euro und V-Power Diesel bei 2,339 Euro. Auch AdBlue schlug mit 1,479 Euro zu Buche. Bei der BP-Tankstelle auf der Triesterstraße übersprang Diesel am Dienstag mit 2,019 Euro je Liter ebenfalls die Zwei-Euro-Grenze. Ultimate Diesel kostete dort 2,279 Euro, Ultimate Super 2,139 Euro und Super 1,879 Euro.
Spritpreise steigen an den Tankstellen
Bereits am Montag lag der österreichweite Medianpreis für Diesel laut E-Control bei 1,974 Euro pro Liter und damit um 12,5 Cent über Super-Benzin (1,849 Euro). Tirol bildete am Montag mit einem Diesel-Median von 2,009 Euro je Liter das teuerste Bundesland, knapp gefolgt von Salzburg mit 1,999 Euro. Am günstigsten waren das Burgenland mit 1,954 Euro und die Steiermark mit 1,959 Euro. Nach verhältnismäßig niedrigen Werten zu Jahresbeginn zwischen 1,45 und 1,60 Euro und einem Höchststand im Frühjahr klettern die Werte nach einem temporären Rückgang im Mai und Juni im Laufe des Julis erneut steil nach oben.
Konflikt treibt die Rohölpreise
Als Hauptursache für den Preisanstieg gelten geopolitische Spannungen. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg am Dienstagnachmittag um fast zwei Prozent auf 90,85 US-Dollar. Die Internationale Energieagentur (IEA) zeigte sich besorgt über die Eskalation im Nahen Osten. Während das US-Militär in der zehnten Nacht in Folge Ziele im Iran angriff, meldeten iranische Revolutionsgarden die Sprengung von zwei Tankern auf der Südroute der Straße von Hormus.
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Kritik an den Maßnahmen
Der ÖAMTC kritisierte, dass gesunkene Rohölpreise im Juni nicht vollständig an die Verbraucher weitergegeben worden seien. Zudem wurde die staatliche Spritpreisbremse im Juli weiter reduziert: Die Senkung der Mineralölsteuer (MÖSt) beträgt nach zuletzt 1,7 Cent nun nur noch 0,8 Cent pro Liter. Die Verpflichtung für Tankstellen, Preissenkungen internationaler Notierungen weiterzugeben, gilt noch bis Ende August.
Angesichts der Entwicklung fordert der ÖGB eine "wirksame Margenregelung" für Diesel und Heizöl. Die Preisentwicklung an heimischen Zapfsäulen bleibt damit eng an die Lage am Weltmarkt gekoppelt.
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