Öl-Schock

Drohnen stoppen Saudi-Pipeline

Satellitenbild zeigt eine durch Feuer beschädigte Anlage in der Wüste nahe Medina, Saudi-Arabien.
© APA/AFP/Planet Labs/HANDOUT
Saudi-Arabien hat nach Angriffen eine wichtige Pipeline abgeschaltet.
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Riad. Saudi-Arabien hat die wichtige Ost-West-Pipeline, die unter Umgehung der faktisch blockierten Straße von Hormuz Öl vom Persischen Golf zum Roten Meer bringen kann, nach Angriffen auf die Leitung in den Regionen Riad und Medina vorsorglich abgeschaltet. Das teilte die staatliche Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf eine Quelle im Energieministerium mit.

Bei der Attacke am Donnerstag seien mehrere Menschen verletzt worden. Es seien die notwendigen Maßnahmen getroffen worden, um die Pipeline zu sichern, hieß es weiter. Angaben zu möglichen Schäden gab es zunächst ebenso wenig wie zu dem Angreifer. Der US-Sender CNN berichtete unter Berufung auf Angaben von US-Regierungsbeamtenseite, dass die mehr als 1.200 Kilometer lange Pipeline durch Drohnen angegriffen worden sei, die aus dem Irak gestartet sein sollen. Das für die Region zuständige US-Kommando Centcom lehnte auf Anfrage einen Kommentar zu dem Bericht ab.

Zwei Satellitenbilder zeigen eine Anlage vor und nach einem schweren Brandschaden in der Wüste.
Diese Kombination von Handout-Satellitenbildern, die von "Planet Labs PBC" aufgenommen und am 11. September 2026 erstellt wurde, zeigt eine Gesamtansicht einer Infrastrukturanlage südöstlich von Medina entlang der Route der saudi-arabischen Ost-West-Pipeline (Petroline) am 6. September 2026 (oben) und dieselbe Anlage am 11. September 2026, nachdem sie durch ein Feuer beschädigt wurde. Angriffe der vom Iran unterstützten jemenitischen Houthis schaden der saudi-arabischen Ölindustrie und bergen das Risiko, das Land wieder in einen ausgewachsenen Krieg hineinzuziehen. Als Reaktion darauf flogen saudi-arabische Jets Dutzende von Luftangriffen; eine Erinnerung an den Jemen-Krieg, als Zehntausende Angriffe der von Saudi-Arabien geführten Koalition bis zu einem Waffenstillstand im Jahr 2022 von den Houthis kontrollierte Gebiete bombardierten. © APA/AFP/Planet Labs/HANDOUT

Die Pipeline war Berichten zufolge bereits Ende Juli von Verbündeten des Irans vom Irak aus attackiert worden. Sie hat seit Beginn des Iran-Kriegs eine noch größere Bedeutung bekommen. Saudi-Arabien leitet durch die Pipeline Öl um, das eigentlich für darauf wartende Öltanker im Persischen Golf bestimmt gewesen wäre. Seit Beginn der Attacken der USA und Israels Ende Februar auf den Iran sowie Gegenangriffen ist die Durchfahrt von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus faktisch blockiert.

Bericht: USA bestätigen Angriff auf Pipeline

Nach einer ersten Analyse seien Pumpstationen getroffen worden, die sich neben der Pipeline befinden, berichtete CNN weiter. Satellitenbilder sollen laut CNN zeigen, dass es zu Bränden gekommen sein könnte. Ob die Pipeline beschädigt wurde, sei unklar.

Mit einer Fördermenge von rund zehn Millionen Barrel pro Tag ist Saudi-Arabien nach den USA der zweitgrößte Ölproduzent der Welt.

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