WM-Kampf
Es brodelt: Ferrari droht interner Fahrer-Krieg
Die erste Saison von Lewis Hamilton bei Ferrari endete mit einer klaren Niederlage. Der siebenfache Weltmeister konnte 156 Punkte sammeln und wurde nur Sechster in der Fahrerweltmeisterschaft. Sein Teamkollege Charles Leclerc wurde Fünfter und hatte 86 Punkte auf dem Konto. Doch nun schaut es anders aus.
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Lewis Hamilton mischt aktuell im Weltmeisterschaftskampf mit. Der Brite ist Zweiter in der Fahrerwertung und hat ganze 31 Punkte Vorsprung auf seinen Teamkollegen, der derzeit Vierter in der Weltmeisterschaft ist. Bei Leclercs Lager stellt sich nun die Frage, wird Ferrari Lewis Hamilton bevorzugen. Davor warnt nun Leclercs Mentalcoach Riccardo Ceccarelli.
"Hamilton ist unsere Nummer eins"
Gegenüber "MotorSport.com" sagt er: "Sie würden Charles im Grunde sagen: Von nun an sind Sie es, der sich selbst opfern muss, denn Hamilton ist unsere Nummer eins." Ceccarelli führt fort: "Für einen Fahrer wie Leclerc wäre das ein schwerer Schlag für seinen Status, zumal die Meisterschaft noch lange nicht entschieden ist und es zum jetzigen Zeitpunkt keine klare Notwendigkeit dafür gibt."
Derzeit hat Hamilton 50 Punkte Rückstand auf WM-Leader Kimi Antonelli, der den siebenfachen Weltmeister bei Mercedes ersetzt hatte. Leclerc hat einen Abstand von 81 Punkten. Somit wäre für den italienischen Rennstall die Konstrukteursweltmeisterschaft einfacher zu gewinnen. Dort hat die Scuderia auf den Führenden Mercedes einen Rückstand von 72 Punkten.
Gespaltene Meinungen
Laut Ceccarelli soll Ferrari eben dieses Ziel verfolgen. Er warnt, dass Teamorders die interne Dynamik beschädigen könnten. Zusätzlich wäre dies nicht genug, um einen 50-Punkte-Rückstand aufzuholen. Der Italiener erklärt: "Wenn Ferrari jetzt eine so klare Hierarchie einführt, gefährdet das das Gleichgewicht innerhalb des Teams. Ob diese Entscheidung richtig war, wird sich erst im Nachhinein zeigen, denn Titel werden manchmal nur durch wenige Punkte entschieden."
Trotz der Forderung von Leclercs Mentalcoach wurde mal wieder die Strategie von Ferrari und die fehlende Teamorder kritisiert. Der ehemalige britische Formel-1-Fahrer Jolyon Palmer meinte: "Ferrari hatte in Budapest die Gelegenheit zu handeln, als Hamilton eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe erhielt; das Team hätte Leclerc bitten können, langsamer zu fahren und Hamiltons vierten Platz zu verteidigen. Man entschied sich dagegen."
Palmer glaubt, dass das Team eher den erfahrenen Fahrer, der sich mitten im WM-Kampf befindet, unterstützen soll. Hamilton will sich jedoch nicht in den Kampf um den WM-Titel einmischen. Er erklärte in einem Interview mit "PlanetF1": "Ich denke noch nicht an die zweite Hälfte der Saison, ich konzentriere mich nur auf dieses Wochenende und nehme jedes Rennen einzeln. Ich versuche einfach herauszufinden, wie ich jedes Wochenende optimal nutzen kann. An zukünftige Rennen denke ich jetzt wirklich noch nicht."
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