Kriminalität

Fall Marchtrenk: "Der Täter hat die Frau entmenschlicht"

Sigrun Rossmanith
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Mann soll Ehefrau an Männer "vermietet" und zu Tode vergewaltigt haben ++ Entsetzen über Brutalität des mutmaßlichen Täters ++ Expertin erklärt das Grauen
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Der brutale Tod einer 39-jährigen Mutter bleiben der hauptverdächtige Ehemann  sowie ein mutmaßlicher Komplize in U-Haft. Derweil ist das ganze Land von der Brutalität entsetzt, mit der der Mann vorgegangen sein soll. Im Justizministerium tagt eine Taskforce, die gesetzliche Konsequenzen wie ein  Verbot des Besitzes von Vergewaltigungsvideos und ein Import-Verbot für KO-Tropfen beraten soll - auch ein Marsch gegen Gewalt an Frauen ist im Gang. Schließlich wurden heuer bereits 18 Frauen ermordet.

Bei Martin Thür in der ZiB2 war deshalb die bekannte Psychiaterin Sigrun Roßmanith zu Gast. Die Expertin sah ein "entmenschlichtes Opfer". In einem Dunkelfeld seien derlei Taten gar nicht selten. In Chat-Gruppen würden oft Hemmschwellen fallen und Gewaltphantasien  dann auch umgesetzt. "Da kann es sein, dass die Sache aus dem Ruder läuft". Und "das ist heutzutage viel leichter." Warum Männer gewalttätiger seien. "Männer lernen früh, den Körper einzusetzen." Oft würden zudem Gefühllosigkeit gefördert - und dann könne es zu solchen Gewalttaten kommen, Roßmanith: "Den typischen Täter an sich, gibt es aber nicht."

Oft entstehe auch die Hoffnung, dass sich die Gewalttätigkeit des Partners doch ändert. Die Expertin  tritt aber dafür ein. trennungswillige Frauen zu unterstützen. "Irgendwann dauert es dann zu lange. Vor allem  diese letzten  Gespräche vor der Trennung sind dann besonders gefährlich." Frauen müssten ermutigt werden, früh Hilfe zu suchen, so die Expertin.

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