Starke Kritik

FIFA-Aufstand: ER soll Gianni Infantino ablösen

Zwei Männer im Anzug geben sich bei einer UEFA-Veranstaltung vor einem Rednerpult die Hand.
© UEFA via Getty Images
Die Unzufriedenheit innerhalb der FIFA mit Präsident Gianni Infantino wächst weiter. Jetzt soll bereits ein Gegenkandidat für die Ablöse feststehen.
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Hinter den Kulissen der heilen Fußball-Welt brodelt es gewaltig. Vor allem eine Personalie sorgt derzeit für große Unruhe: Gianni Infantino. Der Verbandspräsident hat vielen Funktionären zufolge seine Macht überstrapaziert und soll nun abgelöst werden.

Die Aufhebung der Sperre von US-Stürmer Folarin Balogun war nur der endgültige Auslöser, der zum großen Aufstand innerhalb des Fußball-Weltverbandes führte. Vor allem aus Europa wächst nun der Widerstand gegen den Schweizer Spitzenfunktionär.

Vor allem die UEFA will zu den Wahlen nächstes Jahr einen passenden Gegenkandidaten stellen. Denn Infantino hat bereits im April angekündigt, sich zur Wiederwahl aufstellen zu lassen.

Infantino verliert Rückhalt

Der 56-jährige Schweizer hat vor allem den Rückhalt vieler Verbände in Asien und Nordamerika. Zusätzlich hat er sich in seiner Funktion ein großes Netzwerk mit den mächtigsten Politikern der Welt aufgebaut. Diese Verbindungen sollen ihm aber auch schon einen Vermerk beim IOC eingebracht haben, der die Situation nun auch genauer verfolgen soll.

This handout photograph taken and released by Qatar's Amiri Diwan on July 13, 2026 shows Qatar's Emir Sheikh Tamim bin Hamad Al Thani (L) receiving condolences from FIFA President Gianni Infantino, following the death of his father, former leader Sheikh Hamad bin Khalifa Al Thani, at the Lusail Palace on the outskirts of Doha. Qatar's government on July 12 announced the death of former leader Sheikh Hamad bin Khalifa Al Thani, who led the country from 1995 to 2013. He was 74, according to a government website. Sheikh Hamad was seen as one of the architects of modern Qatar and led the country during a period of rapid economic growth. (Photo by Qatar's Amiri Diwan / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT 'AFP PHOTO / QATAR'S AMIRI DIWAN' - HANDOUT - NO MARKETING NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS
Infantino sucht weiter die Nähe der Mächtigen. © APA/AFP/Qatar's Amiri Diwan/-

Doch wer könnte Infantino bei einer Wahl gegenüberstehen? UEFA-Boss Aleksander Ceferin und PSG-Scheich Nasser Al-Khelaifi sollen mehrfach gehandelt worden sein, sollen aber nicht bereit sein, die Position zu übernehmen.

Ceferin würde sich sogar überreden lassen, eine weitere Amtszeit als UEFA-Präsident anzunehmen, falls Infantino von einem europäischen Vertreter abgelöst wird. Gut möglich, dass der geplante Ceferin-Nachfolger nun den Thron der FIFA besteigen soll, um König Fußball wieder in ruhigere Zeiten zu führen.

Wunschkandidat steht fest

Der Wunschkandidat aus Spanien, Deutschland, Bosnien, Norwegen und Schweden soll ein polnischer Anwalt sein. Niemand Geringerer als Dariusz Mioduski, der Besitzer von Legia Warschau, soll bei der Wahl Europa vertreten und Infantino ablösen.

Dariusz Mioduski during the PKO Ekstraklasa match between Legia Warsaw v Pogon Szczecin, in Warsaw, Poland, on July 19, 2020. (Photo by Foto Olimpik/NurPhoto via Getty Images)
Dariusz Mioduski gilt als Top-Kandidat. © NurPhoto via Getty Images

Auf Afrika könnte Patrice Motsepe ins Rennen geschickt werden, bis zur Wahl wird es noch spannend werden. Für Infantino gilt es nun allerdings schon, genug Stimmen und Unterstützer für eine Wiederwahl zu sammeln, denn der Unmut mit seiner Führung wird täglich weiter wachsen.

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