Dem IOC-Mitglied werden wiederholte Verstöße gegen die Vorgaben zur politischen Neutralität vorgeworfen, die insbesondere aus seiner offensichtlichen Nähe und der öffentlichen Unterstützung für US-Präsident Donald Trump resultieren sollen.
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Fünf starke Beweise
Konkret führt FairSquare Beweise für fünf eindeutige Neutralitätsverstöße sowie zwei weitere Verdachtsfälle an. Einer dieser Fälle betrifft die mögliche Umgehung von FIFA-Disziplinarregeln für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 im Fall des US-Nationalspielers Folarin Balogun – mutmaßlich als Reaktion auf politischen Druck von Trump. Zudem wird Infantino vorgeworfen, für eine FIFA-Fanseite geworben zu haben, die Teil einer mit Trump in Verbindung stehenden Datensammelkampagne gewesen sein soll.
Verfahren soll eingeleitet werden
IOC-Präsidentin Kirsty Coventry hatte kürzlich angekündigt, dass sich die Ethikkommission des IOC mit dem Sachverhalt befassen werde, sobald eine formelle Beschwerde vorliege. Dies passt zu einem jüngsten Vorstoß des IOC, das erst Ende Juni die politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit des Sports nochmals explizit in seiner Charta bekräftigt hatte.
Für Infantino ist es nicht das erste Verfahren dieser Art: Bereits im vergangenen Dezember hatte FairSquare nach der Verleihung eines FIFA-Friedenspreises an Donald Trump die FIFA-Ethikkommission angerufen. Dieser früheren Beschwerde hatten sich der norwegische Fußballverband und 50 EU-Parlamentarier angeschlossen.
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